….wie alles begann…

08. März 2018                                                              flags-38754__340

So fing es an: Entschluss gefasst, in null komma nichts die in jeder Hinsicht passenden Käufer gefunden.

Als wir alle die uns wichtigen Menschen informiert haben waren die Reaktionen sehr vielfälltig und einen Brief, der mir besonders ans Herz gegangen ist möchte ich, auch damit er nicht verloren geht, hier veröffentlichen.

„eure Pläne, die Kreuzstraße zu verlassen, stimmt uns persönlich sehr traurig! Die Welt verändert sich und ist nicht aufzuhalten. Trotzdem möchte man das, was man gern hat, mit dem man sich wohl fühlt, was schön ist und war, nicht verändern! Aber man kann das Leben nicht aufhalten; es besteht halt aus Veränderung….!

So wünschen wir euch, das das was euer Wunsch ist, voll und ganz in Erfüllung geht und ihr das Alles in bester Gesundheit und auch lang zusammen erleben könnt!

Ihr laßt eine wehmütige Kreuzstraße zurück, in die ihr eine Lücke reißen werdet!“

Und hier noch einige Reaktionen…. (viele haben auch telefoniert)

„Ohhhh, jetzt bin ich überrascht….. ich freue mich sehr für euch….. denn es passt zu euch….. aber trotzdem kommt auch Traurigkeit dazu….. die könnte ich aber mit Vorfreude einigermaßen in den Griff bekommen, wenn ich wüßte, wo ich euch besuchen kann“

„Ach, ich freue mich wirklich sehr für euch, das passt auch, ich könnte mir das bei kaum wem sonst vorstellen…. Bei euch habe ich ein tolles Gefühl. Die Sache mit dem Blog finde ich mega klasse…. so können wir die Abenteuer ein wenig miterleben und….

Echt spannend…. „

„Hallo Petra, weiß gar nicht was ich sagen soll, bin platt. So schnell habt ihr euch entschlossen. Sicher steht euer Telefon nicht still, habe es auch versucht.
Bewundere euren Mut. „

„…nun ist es endlich soweit, euer lang ersehnter Wunsch geht in Erfüllung.

 Wir freuen uns mit euch“

„Boah…. super. „

Bald soll es endlich losgehen: endlich das Leben nur auf das Notwendigste reduzieren. Durch die Menschen, die Ihre Heimat verlassen mussten und nicht das Notwendigste hatten oder immer noch haben, war mir wieder sehr bewusst geworden, wie viel total Unnötiges wir (ich) haben und ich stellte mir vor, wie befreiend es sein würde!

Denkste ! Es kommen einem Sachen in die Hände, an die man gar nicht mehr gedacht hat und plötzlich hatte ich das Gefühl man hängt ja soo daran, aber zum Glück je mehr ich mich mit der Reise beschäftige je leichter fällt es.

Morgen gehen wir auf einen Flohmarkt, kommt uns sehr entgegen, Halle, Anfang 17:00 Uhr ,Ende 23:00 Uhr mit Restauration und Musik. Also so ein bisschen „Event ´´

Tagelang sortiert, gepackt, dekoriert, es war wirklich ´ne menge Arbeit und jetzt stell ich fest, ich habe doch nicht die richtigen Sachen eingepackt und das was wirklich Wichtig wäre, ist noch da. Sogar meine geliebte Spieluhrensammlung habe ich eingepackt, das war die meiste Arbeit, weil die ja auch sehr empfindlich ist und viel Platz einnimmt.. Heute früh hatte ich schon wieder das Gefühl :nee, ich habe mich noch gar nicht richtig damit beschäftigt und stelle die doch erstmal bei Roy (Gerhard´s Sohn unter ), aber ist ja Quatsch, viele sind aus Holz und die Keller sind ja oft doch etwas feucht.

Erst habe ich gedacht:: nie wieder Flohmarkt, wenn ich aber die vielen Sachen sehe die hier noch auf Entsorgung warten ….     Beim 2ten Mal wäre es wahrscheinlich auch einfacher.

Immerhin habe ich schon einen ganzen grossen Sack Schuhe weggeschmissen und es w a r befreiend ! Mit der freien Entscheidung zum Minimalismus verschwindet auch die Vorstellung eines Tages ohne was da zu stehen und ich musste fast schon lachen über die Schuhe, die ich evtl. noch mal hätte kurz tragen können bevor sie ganz hinüber sind. Der 2te Sack sind dann die, die ich anderen noch zumuten kann und die ganz Guten, die zu Oxfam kommen.

Also, ich habe dem totalen Minimalismus doch etwas zurückgesteckt, auch Gerhard zuliebe, dem war das doch nicht ganz geheuer und der Gedanke, naja vielleicht doch auch mal Auszugehen gibt mir dann doch die Entschuldigung das ein oder andere zu behalten.

Wir wollen mit Emirates fliegen und mit Business 40 kg mitnehmen können, nur Gerhards Gedanke: baahh, kein Fahrrad mehr, ist leider zu nichte, kann man denn so teure Fahrräder einfach hier lassen ???? Ausserdem gibt es in Australien, sollten wir dort als erstes landen, ganz tolle Fahrradrouten (habe mich schon informiert). Auch das Argument. geht nicht, wohin mit den Rädern, wenn wir ein paar Tage in Dubai bleiben, konnte entkräftet werden .

Konnte das Buch von Reinhard Welscher, welches mich schon immer interessiert hat `Vollwerttig backen in einer Pfanne„ noch auftreiben, bin mit Begeisterung daran gegangen, leider sind die ersten beiden Kuchen angebrannt, aber ich habe ja noch Zeit zum üben. Bin auf das Brot gespannt , aber da wird Gerhard wahrscheinlich laut protesttieren, unser Brot schmeckt einfach super und das will er so lange haben, wie es nur geht. Das einzige, was ich wirklich vermissen werde ist der Thermomix.

Gestern kam ein Anruf von einer sehr beschäftigten Freundin: Ihr müsst auf jeden Fall noch bis zum 8ten August bleiben, da habe ich doch meinen grossen Geburtstag.

Meine Entschuldigung für das Vergessen ist einfach, dass meine Freundinnen für mich nie älter werden ( vielleicht, weil ich  d o c h  auch nicht will………? )

Soo  sieht’s  gerade  bei  uns  aus….

…und jetzt auf den  Flohmarkt.

März 2018

Das ganze Haus ist noch voll mit Krempel, Sachen, die kein Platz mehr hatten und Dienstag kommt jetzt doch noch jemand von der Bank um das Haus zu begutachten und der Garten schreit auch nach wenigsten noch der allernötigsten Pflege. Gebe den Flohmarkt – Kommentar danach ab.

Der Flohmarkt war schon ganz schön anstrengend, also um 15 Uhr da sein. Es fing so an, dass man das ganze Zeug eine ziemlich steile Treppe in den ersten Stock schleppen musste.  Erst dachte ich, das ist ein Irrtum, aber die anderen schleppten auch tapfer ihr Zeug hoch.  In der recht grossen Halle war alles super organisiert . Das Aufbauen hatte ich ja schon zu Hause geübt und trotzdem stand ich erstmal da mit den unzähligen Behältnissen und fühlte mich total überfordert.  Zur Hilfe hatte Gerhard den Aufbau zu Hause fotografiert sonst hätte ich nach `ner Stunde wahrscheinlich noch bekloppt dagestanden.

Flohmarkt

Zum Glück kamen kurz vor Schluss unsere lieben Nachbarn, die uns beim beendigen des Ganzen halfen, denn meine Vorstellung, das wird einfach wieder so eingepackt wie es war, klappte natürlich überhaupt nicht weil keiner mehr wusste wie es war.

Ausserdem war gleich am Anfang die Tasche mit den Tüten und sonstigen Verpackungsmaterial abhanden gekommen und, schluchs, schluchs, mit meinen wunderschönen Beuteln aus Spitze, in verschiedenen Farben und Grössen ca.30 Stück, die für Schmuck gedacht waren. Hätte ich natürlich nicht alle mitnehmen brauchen, aber in einem Anfall von Ordnung wollte ich sie alle zusammen haben, um mir später das Suchen zu ersparen. Letzteres hat geklappt.

Das ganze sollte ja unter Androhung von Strafe bis 23 Uhr gehen, aber auf Grund des schlechten Wetters war es nicht gut besucht und es wurde schon eingepackt als unsere Nachbarn kamen, die auch ihr Eintrittsgeld zurückbekamen.

Es war auch nicht so mit „Event „wie ich das dachte und in Ami-land so üblich ist, und die Verköstigung bestand auch nur in der obligatorischen Bratwurst.

Aber ansonsten habe ich einiges gelernt, erstmal, dass man seinen Tisch nicht so vollstopfen sollte wie es die meisten machen, und vor allen Dingen nicht gleich wieder auffüllen, dann denken die Leute nämlich da kauft keiner.

Nebenan der Tisch war mikrig leer und ich ganz sebstbewusst mit meinem vollen Tisch, wie die meisten, guckte denn auch ganz mitleidig auf deren Flaschensammlung.

Dann kam die Überraschung : der Tisch war fast immer umlagert, denn es waren ältere Flaschen und ich lernte mit grossem Erstaunen, dass Flaschen wie Briefmarken oder alter Wein gesammelt werden und dass es Kataloge, wie für Briefmarken gibt. Ich fand das irre spannend. Und wir haben gerade meine schönen Flaschen weggeschmissen. Was hätte sich in 100 Jahren jemand gefreut, wenn er die vergessen im Keller gefunden hätte.

Jetzt werden schöne Stücke im Garten vergraben, vielleicht kann man sich auch damit Punkte holen für die Ewigkeit.

Was noch in Unmengen da war, waren Klamotten noch und nöcher und es wird gekauft und gewühlt…..

Von den anderen Gegenständen, alles was mit Silber zu tun hat und bitte nicht poliert.  Einen Gegenstand hatte ich poliert. als mir plötzlich ein ordentlicher Haushalt vorschwebte, der sein Silber immer schön poliert. Das ging dann auch nicht weg, ansonsten war alles was angelaufen war, sofort weg.

Ich bin mir nicht sicher, ob ich das wieder auf mich nehmen würde, mal ja – mal nie wieder.  Aber man lernt ja auch !!.

Und jetzt der Mann von der Bank.  Daran zu denken war total nervig.  Hier noch alles voll mit den Sachen, die einfach zuviel waren für den Flohmarkt und die Kisten die vom Flohmarkt kamen.  Die Klamotten, für die kein Platz mehr war auf dem Flohmarkt und die auf einem Gestänge im Schlafzimmer hängen.  Ich kann das doch nicht wieder wegräumen, da werd ich ja nie fertig.  Und die ganzen Schachteln und Kartons. Gerhards Idee alles so zu lassen, wir sind schliesslich am ausräumen, konnte ich doch nicht so stehen lassen.  Hätte der Typ nicht eher kommen können?  Also wurde doch geräumt, versteckt und so wenig wie möglich stehen, liegengelassen. Das wird wieder dauern bis ich was Bestimmtes wiederfinde.  Was war ich dann doch froh, obwohl es das erste Mal war das ich wirklich völlig genervt war, der Mann hat ja wirklich jeden Winkel fotografiert.  Ansonsten war er recht nett und hatte eine Vorliebe für alte Häuser.

Jetzt wird es eine Weile nichts Neues geben und Ihr könnt immerhin entscheiden ob Ihr das hier zu Ende lest oder nicht. Stellt Euch vor ich hätte Euch am Tel. die Ohren vollgequatscht und Ihr Armen hättet mich nicht stoppen können !!!!!!

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