NICARAGUA – Granada

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Granada    01. April 2026

Dann hier in Granada angekommen; der Fotograf oder Retuscheur der Unterkunft verdient mal wieder höchste Anerkennung, nur wir, wir sassen wieder mal etwas geknickt da. Da aber eine Klima im Zimmer war und das Bett, man muss es wirklich hervorheben, eine absolut einwandfreie, neue Matratze hatte und schöne Bettwäsche. Er ging dann auch mit dem Preis etwas runter, brachte uns auch noch 2 recht neue Stühle, so mussten wir nichts auf dem Fussboden ablegen, wie wir es in anderen Zimmern sahen.
Ein Tischchen konnte er nicht auftreiben, so müssen wir die Trinkgläser doch noch auf dem Boden abstellen.
Langsam wissen wir ja sicher, dass bei booking.com. vieles einfach nicht mit der Wirklichkeit überein stimmt, aber wenn es gerade die Sachen sind, auf die man besonderen Wert legt ist die Enttäuschung dann doch da.
Mit der Zeit lernt man auch echte Bewertungen der Gäste von „ich tu den mal einen Gefallen“ zu unterscheiden, aber warum tut das nicht booking.com schon? Wie kann eine 10 gegeben werden, wenn nicht alles 100% stimmt?
So, jetzt aber wieder dem Glück zugewandt.
Wir sagten uns, warum nicht länger in Granada bleiben und die Gelegenheit nutzen eine andere Unterkunft für 4 Wochen zu finden, wir haben ja Zeit und bei 4 Wochen bekommt man oft einen Rabatt. Wir suchten uns einige gut bewertete Unterkünfte raus, aber jetzt wollten wir es vorher ansehen. In die meisten war nicht rein zu kommen, aber dann, passierte etwas, was so selten vorkommt, eine Unterkunft entsprach einwandfrei den Bildern, vielleicht nicht ganz das Drumherum, aber annehmbar. Da sie frei war und niemand uns hinderte, konnten wir sie uns ausgiebig betrachten: Klimaanlage, schönes Bett, Esstisch, schöne Küchenzeile, Waschmaschine, Fernseher und richtigen Schrank und noch Freisitze mit Grünzeug und kleinem Pool. Und das einfach nur, weil Gerhard mutig die Tür zu dem Anwesen entriegelte und sich kein Mensch darum kümmerte wie lange und ausgiebig wir alles betrachteten, denn wir hatten das Glück, dass ausgerechnet dieses Zimmer weit offen stand mit Schüssel drin. Nachdem Gerhard schon vorher die Adresse ausfindig gemacht hatte, kam er auch irgend wie an die Mail Adresse und wir bekamen das Ganze sogar noch preiswerter wie das erste und viel, viel preiswerter wie bei den einschlägigen Anbietern.
Jetzt sind wir seit 2 Tagen hier, alles bestens, sogar warmes Wasser in der Küche, ein ausgesprochenes Novum. Dusche im Bad haben wir entkalkt und so läuft alles prima. Morgens gleich ein bisschen Bewegung im sehr sauberen Pool und zu dem voll funktionierender Herd bekamen wir auf Anfrage nach Pfanne und Topf gleich ein ganzes Set.
Hier machen einige junge Frauen rum, ständig im Schweisse ihres Angesichts ( kann nicht nur von der Wärme sein) mit Wäsche Waschen, Aufwischen, abwischen, im rasanten Tempo beschäftigt, dabei ist gar nicht viel los. Wir sind oft die Einzigen und so haben wir den Pool (klein aber fein) für uns alleine, gut - mehr wie 2 Leute passen eh nicht rein wenn man sich sportlich  Bewegen will (man darf ja wohl mal ein bisschen Angeben).
In Nicaragua sind wohl jetzt sehr grosse Avocados reif, die sehr lecker sind, lange Zeit frisch bleiben, sich nicht verfärben oder weich werden, selbst wenn sie schon einige Tage angeschnitten sind. Eine der Frauen brachte mir 2 aus dem eigenen Garten mit, was natürlich super war, da sie ja auch noch ganz frisch waren. Sie weigerte sich sogar Bezahlung dafür anzunehmen, was für mich selbstverständlich gewesen wäre. Viele jeglichen Alters strecken lieber sofort die Hand aus, bevor sie arbeiten oder sich was überlegen. Da ist der Unterschied zu Costa Rica doch sehr gross, wo es viele kleine Angebote gibt, viele kleine Obst und Gemüse Stände, viele kleine Geschäfte. Hier wird viel zu schnell auf die Ausländer zugegangen und das ist manchmal nervend, vor allen Dingen, wenn sie keine Ruhe geben. Aber gerade wurden mir wieder Avocados versprochen mit fröhlicher Betonung: aber geschenkt!
Granada ist die älteste Stadt in Nicaragua und wurde als Stadt am 08. Dezember 1524 gegründet.  In der Kolonialzeit entwickelte sich Granada zu einer wichtigen Handelsmetropole mit einem grossen Hafen, von dem aus über den riesigen Lago Cocibolca und River San Juan die Schiffe in die Karibik und zu anderen Lateinamerikanischen Ländern fuhren.  Zwischen 1665 und 1685 wurde die Stadt dreimal von Piraten überfallen und im Bürgerkrieg 1856 schliesslich zerstört.  Ab 1870 wurde die Stadt wieder aufgebaut, aus dieser Zeit stammen auch viele der alten Bauten.  Die bei dem Brand 1856 nicht zerstörten Häuser sind noch heute auf Grund des überdachten Bürgersteigs zu erkennen.  Ein Merkmal sind auch die freundlichen Farben der Häuser.  Wir empfinden diese Stadt als sehr angenehm, mit freundlicher und angenehmer Atmosphäre.  Dies lässt sich nicht wirklich gut beschreiben, aus diesem Grunde versuchen wir mit Hilfe der Bilder einen kleinen Eindruck über Granada zu vermitteln.  
Granada ist ein ganz hübsches Städtchen mit wunderschönen Restaurants, fast alle mit einem sehr schönen bewachsenen Innenhof. Und wir gönnten uns gestern ein tolles Essen mit hervorragendem Cocktail und freuen uns schon auf den nächsten Besuch. Das tollste war, dass wir dort endlich mal wieder „normales“ Brot bekamen, nicht süss, nicht wabbelig (mit 2 Fingern zusammendrückbar), schön gewürzt und sie backen es selbst. An manchen Tagen, wenn man rechtzeitig da ist, gibt es sogar Sauerteig Brot aus Vollkorn. Na, da steigt doch die Laune noch mal um einiges.
Es gibt in den kleinen Strassen noch viele Kirchen aus dieser Zeit. 
Zentral gelegen ist die Kirche La Merced, die auch nach der Zerstörung 1856 wieder aufgebaut wurde.  Die Fassade ist noch schwarz gekennzeichnet von dem Versuch, sie in Brand zu stecken.  Hier konnten wir den Turm besteigen, von dem man einen tollen Überblick über die Stadt hat.
Beeindruckend ist der zentrale Plaza Mayor an den sich eine breite Fussgängerzone mit vielen kleinen Restaurants anschliesst.  Oft gehören dazu auch sehr schöne Innenhöfe.    ...-G.) 
Wir waren haben hier noch mal 2 Wochen verlängert, haben inzwischen eine Stadtführung mitgemacht, sind die Füssgänger Zone mit den vielen Restaurants rauf und runter gelaufen, angefangen an der riesigen Kathedrale am Stadtpark bis runter zu einer der etwas kleineren nahe dem grössten See Mittelamerikas. Haben von 2 Kathedralen aus den Blick über Granada schweifen lassen und haben in der Fussgänger Zone ab und zu den besten Mojito getrunken.
Haben den Markt nach ein paar Tagen zufällig entdeckt und von da an ihn öfter beehrt und sogar zwischen den unglaublich vielen Apotheken auch einen kleinen Laden mit Naturmedizin entdeckt, der mich natürlich sehr glücklich machte, da ich schon aufgegeben hatte irgendwas gesundes an Vitaminen oder Mineralien zu finden.
 In früheren Zeiten wurden Pferdewagen in der Stadt vor allem für den Transport der Waren von und zum Marktplatz genutzt.  Der Markt ist heute das grosse Gebäude und die Marktstrasse mit unzähligen kleinen Ständen an der Strasse, die noch dazu sehr stark befahren wird.
Heute sind es Kutschen für die Besucher der Stadt, nicht nur auf dem Weg zum Markt. Achtung! - die schwarze Kutsche ist nicht zu empfehlen!!
Und hier fahren auch noch die erfolgreichen Volkswagen.
Hier nicht weit von unserer Behausung läuft eine sehr lange, hässlische Mauer an der Strasse entlang. Nach vielen Überlegungen ob Fussballstadion oder ähnliches dahinter, erfuhren wir das es ein Convent einer Glaubensgemeinschaft ist. Von 3 Seiten her ist es fürchterlich abstossend, voll mit Müll, stinkt, kurz gesagt hässlich und man fragt sich, warum es nicht einfach angemalt wird. 
 Die Vierte Seite ist ein Kircheneingang und ein kleiner Eingang in ein Museum. Wenn man den betritt ist man schon in einer anderen Welt. In der Mitte ein schöner Garten mit Blick auf einen Vulkan und drum herum Räume, die einiges ausstellen. Beeindruckend fanden wir die Ausstellung  „Primitiver Malerei“, mit der ich mich das erste Mal intensiv beschäftigte und ich fragte mich, was heisst hier primitiv, wie viele bekannte Maler würden es fertig bringen so zu malen, mit so einer Ausdauer, wir waren schon beeindruckt.

Auf dem Weg zum See wurde dem spanischen Eroberer und Stadtgründer Francisco Hernández de Córdoba ein Denkmal gesetzt.

Wir hatten unter dem Namen "Malecon" immer die schöne und interessante Mole in Havanna im Kopf.  Weit gefehlt, Malecon bedeutet einfach nur Hafenmole.  Und diese gibt es hier auch, mit den alten Schienen aus den blühenden Zeiten des Ports.  
Da wir gerade Ostern dort waren, dachten wir in der Stadt eine grosse Prozession erleben zu können.  Nichts, die einzige "Prozession" bestand aus einer vielzahl Autos, die an den Strand des Sees fuhren, zum "Centro Touristico".  Noch viel mehr Menschen, ein riesiges Fest, dicht an dicht gedrängt.
Granada hat auch noch die Reste eines Fort aus dem Jahre 1748.  Ebenfalls noch die gut erhaltenen Reste eines ehemaligen Bahnhofs.  Teile des alten Schienennetz wurde 1972 bei einem Erdbeben zerstört und der Betrieb insgesamt 1990 eingestellt.  Während in Europa das Schienennetz kontinuierlich erweitert und erneuert wird, wurde hier alles auf LKW und die Strasse verlegt, mit all den Problemen die damit einhergehen.
Der Palacio de la Cultura am Central Market.

...und Abends gab es manchmal auch ausgezeichnete Tanz-Vorführungen.

Am Central Park inmitten der historischen Architektur an der grossen Kathedrale trifft man sich zum "chillen", für Snacks, Smothies und Abends auch an der grossen Bühne den Veranstaltungen von Musik, Tanz und ähnlichem beizuwohnen.  Wir entdeckten es zufällig als wir eines Abends die lange Fussgängerzone entlang schlenderten und gerade die schönsten Tänze und Musik von diversen Gruppen vorgeführt wurden.
Angesteckt durch die Begeisterung der Gruppen gab Petra dann noch eine Zugabe.
Mitte des Monats hoffen wir ein tolles Auto in Empfang nehmen zu können und die nächsten Wochen neue Ziele und Erlebnisse in Nicaragua ansteuern, um uns dann einem völlig neuen Ziel zuzuwenden.   ...-G.)
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Ein Kommentar zu „NICARAGUA – Granada

  1. Mich habe nicht mehr mit euch persönlich verabschiedet in Managua. Ich habe euch gesucht in Hostel leider habe euch nicht gefunden. Ich lese weiterhin eure Erlebnisse und ich bin sehr stolz auf eure Abenteuer. Mach es weiter. Mayumi

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