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Essaouira
Wir freuten uns schon in Richtung Meer zu fahren. Aber das Interessante war nicht nur das Meer selbst, auch das drumherum. Wir begegneten einem „Einsiedler“ am Strand, der dort das ganze Jahr lebt – die Familie fernab in einem anderen Ort – und der von den selbst gefangenen Meerestieren lebt. Ein- Zweimal im Jahr fährt er zur Familie und macht dabei einen sehr glücklichen und zufriedenen Eindruck. ( vielleicht die Familie auch ???) Des weiteren kamen wir an einer grasenden Kamelherde und auch Schafherde vorbei. Hier hatten auch Berber ihre einfachen Zelte errichtet. Nach dem Erdbeben waren viele ihrer Unterkünfte in den Bergen zerstört worden. Auf dem Land werden auch Kamele, wie Pferde oder Ochsen, in der Landwirtschaft eingesetzt.

Wir hatten in Essaouira eine Unterkunft gemietet. Die von booking.com angegebene Adresse war nicht auffindbar. Niemand konnte uns weiter helfen. Unsere Handys funktionierten nicht, die Nummer gab es nicht, bzw. gab es in der ganzen Strasse keine Hausnummern. Irgendwie konnten wir dann über SMS jemand benachrichtigen, das ging dann auch nicht besonders gut, da der nur französisch konnte. Irgendwie half uns dann jemand und wir wurden zu einer anderen Adresse weitergeleitet. Da standen wir dann, keine Klingel, kein Name, es war zum verrückt werden. Nebenan ein Geschäft. Dann hiess es, wir sind wohl an der falschen Adresse, so ein Geschäft gibt es noch in der Innenstadt. Der Besitzer wusste von gar nichts. Dann lief uns ein Engel über den Weg, die mit Ihrem Smartphone alles regelte und dann hiess es, gleich bringt eine den Schlüssel von der Agentur. Dieses gleich zog sich dann noch etwas hin. Als wir dann endlich (nach Stunden?) in der Unterkunft ankamen, waren wir sprachlos: eine ganze wunderschöne Wohnung mit 2 Schlafzimmern. Dieses Kuddelmuddel passiert wohl öfter, wenn die Eigentümer verschleiern wollen, dass sie vermieten.
Wir hatten schon vorher von dem kleinen Strandstädtchen von anderen Reisenden gehört und das es in Essaouira einen kleinen Fischerhafen gibt und man dort fangfrischen Fisch an kleinen Büdchen essen kann. Darauf freuten wir uns schon sehr – und wurden nicht enttäuscht. Wir wurden zwar von einer Nebelwand am Hafen empfangen – na gut, soo früh waren wir ja eigentlich auch nicht.












Nachdem wir an den Verkaufsständen vorbeigeschlendert waren, entschieden wir uns für einen Fischmix. Es ist unwahrscheinlich, wie viel verschiedene Fische und Meerestiere dort angeboten wurden.
Die Medina in Essaouira ist nicht sehr gross und gut überschaubar. Hier konnten wir auch sehen wie das leckere Mandelmus, später noch verfeinert mit Arganöl, hergestellt wird.
El Jadida
Weiter ging es am Meer entlang Richtung El Jadida.
Die Fahrt, die „Küstenstrasse“ entlang, hätte eine Kulisse für ein Scienes Fiction Horrorfilm sein können. Kilometerweit nur Phosphatabbau und man hat vorher nirgends etwas darüber mitbekommen. Mal wird ab und zu ein „hübscher Strand“ erwähnt, hallo, wo ein paar Meter weiter die Abwässer ungeklärt ins Meer fliessen und das seit über 100 Jahren. Wir sassen im Auto, die Fenster fest geschlossen, man traute sich kaum zu Atmen, rechts und links hohe verblendete Zäune, Abschluss nicht mit einfachen Stacheldraht, nein, dicke Rollen. Es war wie ein Hochsicherheitstrakt. Es war so unwirklich, man fuhr durch dieses Labyrinth, eingepfercht und dann wieder alles voll von grossen Industrieanlagen. Es war einfach furchtbar. Man kommt auch schwer an Informationen ran. Seit 1920 baut diese Fa. da ab. J E T Z T wollen sie umweltfreundlicher werden, da die Bewohner auch über Atemwegserkrankungen klagen, aber gleichzeitig den Abbau erhöhen! Inzwischen haben sich auch andere Firmen da niedergelassen, die nach mehr Chemie forschen, um die Möglichkeit zu nutzen, den vermehrten Tablettenkonsum befriedigen zu können ( oder so ähnlich ). Irgendwann halten wir es nicht mehr aus und machen den grossen Umweg zur Autobahn. Wir dachten in El Jadida ist der Spuk zu Ende, etwas abgemildert ging es weiter und wir waren froh, als wir ein paar Tage später in Casablanca ankamen.
Gerade bin ich auf einen SRF-Beitrag gestossen von einem Schweizer Team, und meine Gefühle wurden voll bestätigt.
Schädlicher Phosphat-Abbau: Arbeiter leiden für unseren Dünger
Wir hatten unsere Unterkunft in der Cité Portugaise, der portugiesischen Festung aus dem 16. Jahrhundert. Die Festung wurde errichtet, um einen Stützpunkt der Portugiesen auf dem Seeweg nach Indien zu haben. 1769 wurde der Ort nach mehreren erfolgreichen Angriffen der Berber und marokkanischer Sultane aufgegeben. Portugiesen wanderten in grosser Zahl nach Brasilien aus. Besonders erwähnenswert ist eine ehemalige Waffenkammer, die später als Zisterne genutzt wurde. Leider war die Zisterne bei unserem Besuch bereits wegen Baufälligkeit geschlossen. …-G.)
Casablanca
Die Stadt wurde nach mehreren Versuchen 1575 von den Portugiesen erobert und erhielt den Namen Casa Branca (Weisses Haus). Nachdem die Stadt 1755 bei einem schweren Erdbeben fast vollständig zerstört wurde, ist sie mehrere Jahre später neu errichtet worden. Eingewanderte spanische Händler gaben der Stadt im 19. Jahrhundert den Namen „Casablanca“. Im Zweiten Weltkrieg war Casablanca ein wichtiger Hafen und wurde 1942 von Amerikanern und Briten besetzt. Heute befindet sich hier 80% der marokkanischen Industrie und der grösste Hafen Marokkos.
Dort machten wir gleich eine Sightseeing-Tour da uns klar war, dass auf uns gestellt, so eine Stadt nicht zu bewältigen ist. Und wir hatten mit den beiden Guides ein tolles Team gewählt, die die angegebene Zeit sogar um fast eine Stunde verlängerten. Wetter, Regen und Kühle konnten dem Erlebnis keinen Abbruch tun. Wir besuchten als erstes die weltweit zweitgrösste Moschee, die bis zu 30.000 Gläubige aufnehmen kann. Die Hassan-II.-Moschee wurde 1993 fertiggestellt und hat mit dem 210 m hohem Minarett gleichfalls das zweithöchste der Welt. Sie wurde durch Aufschüttung teilweise auf dem Wasser errichtet. Sie ist auch die einzige Moschee die von „Ungläubigen“ (wie uns) einfach besucht werden kann. Beeindruckend sind auch die Waschräume die für die Vielzahl der Gläubigen, getrennt für Frauen und Männer, eingerichtet sind.
Sehr imposant gleichfalls die Casablanca Cathedral, auch Church of the Sacred Heart, die bereits 1930 erbaut wurde, allerdings heute nicht mehr als Kirche, sondern als Kulturzentrum genutzt wird. Auch die Kirche „Unsere Liebe Frau Von Lourdes“ war vor allem wegen der Glas-Bilder in den Wänden interessant, die aus einer Vielzahl kleinerer Glasbruchsteine gestaltet ist. Trotz des leider sehr regnerischem Wetter besuchten wir kurz den Platz der Arabischen Liga und warfen einen Blick auf „Rick´s Café“, entstanden aus dem Film „Casablanca“, der allerdings in Hollywood gedreht wurde.
Als Sonne und Wärme wieder da waren machten wir noch einen kleinen Abschiedsspaziergang am Strand, bevor wir zu unserem vorletzten Ziel (dachten wir) nach Meknes aufbrachen. …-G.)
Jetzt muss ich doch mal darauf zurückkommen, was uns fürchterliches passiert ist und mich fast dazu brachte, alles in die Ecke zu schmeissen. Es war auf der Fahrt oft recht schwierig am Blog zu arbeiten, keine Sitzgelegenheiten, kein Tisch, kein Stuhl und die Terrassen hingen oft voll Wäsche oder es gab keinen Internetzugang. Oder überhaupt ´ne Steckdose. Als der schriftliche Teil des Blogs endlich fertig war, war er plötzlich verschwunden: kurz bevor Gerhard ihn übernehmen und mit den Bildern fertigstellen wollte. Ich dachte, ich bekomme die Krise, ——– die ganze Arbeit umsonst. Ich dachte, ich schreib nie wieder was. Erstmal brauchte ich Abstand und wir einigten uns, nicht mehr daran denken bis wir in Thailand sind, denn wir hatten uns aus verschiedenen Gründen entschlossen, Afrika erstmal sein zu lassen, es wurde auch mittlerweile hier recht kühl. Dann fand ich zum Glück einige Aufzeichnungen, die ich gemacht hatte zu dem Zeitpunkt, als es keine Möglichkeit oder auch keine Zeit gab am Computer zu arbeiten. Es deckte zwar nur einen Teil ab, aber es animierte mich dann doch wieder weiter zu Schreiben.
Das jetzt nur, weil wir etwas hinterher sind und Gerhard jetzt endlich mehr zum Zuge kommen wird mit seinen wunderschönen Fotos, die ja zum Glück auch sehr gut für das geschriebene Wort stehen können.

























































Bitte schreibt für uns „Zurück Gebliebenen“ weiter. Es versetzt uns immer wieder in Länder unserer Träume oder frischt bereits gesehene Orte in der Erinnerung wieder auf.
Hallo Gerhard und Petra,
auch von mir ein gutes und schönes neues Jahr und wie ich sehe, habt ihr schon viele Erlebnisse und wünsche euch natürlich weiterhin schöne Erlebnisse und natürlich viel Gesundheit!
Freue mich auf schöne Beiträge und was ihr so alles erlebt auf euren Reisen.
Herzliche Grüße,
Ralf