Costa Rica – Mehr Karibik

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Karte der Region Cahuita und Umgebung in Costa Rica mit wichtigen Orten und Straßen.
10. März 2026

Bei der nächsten Bleibe, die in Puerto Viejo, waren wir erst mal etwas geschockt, dachten, da ist was schief gelaufen. Als wir dann ein paarmal tief Luft holten, mit dem Manager uns auseinandergesetzt haben und auch keine Lust hatten was anderes zu suchen, einiges auch angeschleppt wurde, um es uns akzeptabler zu machen, wir uns von unseren falschen Erwartungen verabschiedet haben und uns langsam auf das Vorhandene einliessen, ging es. Wir liegen jetzt in unserem schlichten Zimmer mit unseren in Moskitonetzen eingehüllten Betten und lassen ein „Jenseits von Afrika“-feeling aufkommen, ( mehr "Jenseits von Nirgends" ) was zu einem guten Schlaf führte.
Puerto Viejo
Nach ausgiebigen durchforsten von Puerto Viejo bei hervorragendem Wetter und Einkaufen von einigen Sachen, die wir hier bekommen (wir haben hier nur einen Gemeinschafts- Kühlschrank, so ist natürlich der Platz recht beschränkt).  
Der Ort ist ein sehr überschaubarer und einfacher Badeort, der vor allem mit unzähligen Restaurants , aber auch relativ guten Einkaufsmöglichkeiten beeindruckt. Sehr wichtig ist der Busstop mit den Direktverbindungen zur Grenze nach Panama und nach San Jose. ...-G.)

Und zwischen-durch gab es auch mal einen typischen karibischen Regenguss.

Wir haben auch ein Stück des kilometerlangen Strandes besucht, der eine Schneise mit Dschungelresten ab dem Manzanillo Nationalpark bis zum Cahuita Nationalpark bildet. Das ist natürlich ein wunderbarer Wanderweg, der zwischendurch immer mal wieder zum Schwimmen einlädt.
Leider hat man einige Sachen einfach nur am Strand liegen lassen....
Mit dem Bus fuhren wir 30 Min. bis zum Cahuita-NP.  In diesem Park geht ein ca.10 km langer Weg durch ein atemberaubendes Dschungelgebiet und man staunt nur immer wieder über die unglaubliche Vielzahl an Blätterformen mit Grössen bis zu einem Meter, und  man fragt sich, wo die Natur nur diese Unmenge an Fantasie herholt. Wir stehen vor Bäumen, die so unglaublich sind, dass es einem den Atem verschlägt. 
Die Wege sind sehr unterschiedlich und manchmal schon abenteuerlich, wenn die Abschnitte kommen, wo das Meer sich schon in den letzten Jahren bis zu 50 m Land erobert hat und der Weg teilweise völlig weggebrochen ist. So werden die 10 km manches Mal schon recht anstrengend. Dann kommen aber auch wieder die schönsten Strände mit netten ruhigem Wasser fast ohne starken Wellengang. Toll.
Ein übermütiges Kapuzineräffchen erspähte unseren Rucksack und versuchte, ihn Petra aus der Hand zu reissen, was ihm zum Glück nicht gelang.
Was brauchen wir da lange Fernrohre, um in den Baumgipfeln Schatten irgendwelcher Tiere zu ergattern, wenn uns auf der Erde viel mehr geboten wird. Natürlich freuen wir uns dann schon, wenn ein Äffchen uns über den Weg läuft oder wir einen Waschbären mal etwas genauer betrachten können oder uns einer von diesen wunderschön leuchtenden blauen, etwa 10cm grossen Schmetterlingen um das Haupt flattert.
(Unser Schmetterling hier ist aus dem Internet geflogen, leider sitzt er meist nicht so still und mit meinem Mobilphone habe ich dann immer nur grüne Blätter auf dem Bild gesehen. ...-G.)
Als wir dann, mal wieder hungrig, den Ausgang erreicht hatten und in das erste Restaurant mit  Blick auf´s Meer stürzten, und auch noch Glück hatten und wunderbares Casado bekamen, eines mit Fisch und eines mit Hühnchen, das mir bei dem Gedanken jetzt noch das Wasser im Munde zusammen laufen lässt und dazu auch noch einen tollen ( trotz Happy Hour nicht verdünnt ) Mojito schlürfen konnten, war unser Glück vollkommen. Auch setzten sich noch 2 Pärchen mit an unseren Tisch, beide auch zufällig aus Deutschland und wir verbrachten dann bei netten Gesprächen viel länger dort, wie wir eigentlich ursprünglich wollten. 
Dann hatte der Bus auch noch 50 Min. Verspätung, der kommt aus Limon und in grösseren Städten bricht der Feierabend-Verkehr völlig zusammen, das ist hier eben so. 
Morgens wird in San Jose z.B. die eine Seite der Hauptstr. Fahrtrichtung raus aus der Stadt in diese Richtung umfunktioniert, damit die Leute pünktlich zur Arbeit in die Stadt kommen können. !!!!!!!!
Abends kam dann noch das Allergrösste: ein Faultier, das hier im Garten beheimatet ist liess uns in lautlosen Jubel ausbrechen, als es sich plötzlich an der Elektroleitung einige Meter lang hangelte, über unsere Köpfe hinweg, mit einem Baby auf dem Bauch.
Das war noch nicht alles. Am nächsten Tag beim Frühstück hangelte sich ein Faultier-Senior, lange Haare, dickes Fell, den gleichen Weg lang, nur auf einen anderen Baum. Wau, sage noch mal Jemand: Faultier. Wir haben das gegenteilige Beweisstück!
Und, das war noch nicht alles. Heute hangelte sich ein süsser Teenager Sloth durch unseren kleinen Garten- Dschungel. Er war noch am ausprobieren und so gingen einige sehr grosse Pflanzenstengel zu Bruch, die sein Gewicht dann doch nicht hielten, aber geduldig probierte er eins nach dem anderen aus bis er es schaffte einen Stamm zu ergattern und sich auf den Weg wieder in Richtung Baumgipfel zu begeben.
Abends kam dann noch, wahrscheinlich, die Sloth-Mutter mit dem Kleinen auf dem Bauch durch den Garten zurück zu ihrem Stammplatz. Sloths gehen 10 bis 11 Monate schwanger und tragen das Kleine ca. 1 Jahr mit sich herum.
Wenn Äste von den hohen Bäumen fallen, wissen wir jetzt: Vorsicht, Sloth zu Gange!
Und da geben Leute für eine geführte Tour richtig viel Geld aus, um dann doch nur ein zusammengerolltes etwas hoch oben im Baum als Sloth gezeigt zu bekommen.
ETWAS  FÜR  KATZENLIEBHABER

Und, wenn wir schon so ausgiebig bei den Tieren sind, wollen wir doch nicht die Katzen rund um die Welt vergessen.
Auf unseren Reisen sind wir schon sehr vielen Katzen begegnet, sehr schönen, sauberen Tieren in sehr unterschiedlichen Zeichnungen. Die meisten lebten friedlich in der Medina in Fez, sie lagen dann in allen möglichen Regalen, zwischen Säcken oder kuschelten sich in irgendwelchen Ecken, selten alleine. In Costa Rica gibt es auch die interessantesten Exemplare, fast immer noch mit den Schwanzzeichnungen der Wildkatzen. So läuft hier eine Schneeweisse herum mit grau-schwarz gemusterten Schwanz. Sieht leider nicht sehr hübsch aus. Eine ganz „normale“ Katze hat an uns (sagt man so?) 'ne Maus gefressen. Wir können machen was wir wollen, sie weicht nicht von unserer Seite. Abendbrot essen, ohne dass sie sich mit den Vorderpfoten neben uns auf der Tischplatte festhält, geht nicht. Zumindest steigt sie nicht mehr auf den ganzen Tisch. Auch, dass ich ihr jedes Mal ein Stück von meinem Essen zum Kosten gab: Salat, Tomate, Gurke, Zucchini, Knobloch, scharfe Sosse usw. hielt sie nicht davon ab, weiter zu hoffen. Ein Stück Ziegenkäse ass sie dann tatsächlich. Aber ihr Highlight kam dann als Gerhard eine Wurstscheibe runter fiel und das Erstaunliche war dann, dass sie uns nicht mehr nervte, sie wirkte sehr zufrieden, der Hunger war es also nicht, was mein Herz manchmal doch fast erweichen liess. Jetzt weicht sie einfach gar nicht mehr aus unserer Nähe. Vergessen wir ein Handtuch rein zu nehmen, verbringt sie die Nacht darauf im Stuhl eingekuschelt, ist keins da, liegt sie Morgends schlafend auf dem Tisch. Da das auch nicht das Ideale war, da die Tischdecke dann auch noch sandig wurde, legten wir unsere eigene auf den Tisch und die eh schon etwas sandige auf den Stuhl. Wir trauten unseren Augen nicht, als am anderen Morgen sie noch fest schlafend, zusammen gekuschelt auf unserer Tischdecke lag. Jetzt mussten wir sogar zugeben, dass das so niedlich aussah, dass wir es nicht fertig brachten sie zu wecken, sondern das Frühstück in der gemeinsamen „Küche“ einnahmen und weiterhin dort einnehmen bis die Katze ausgeschlafen hat. Sie zieht eben lieber auch Baumwolle, wenn es geht, Plastik oder Kunststoff vor. Den grössten Liebesbeweis brachte sie Gerhard dar, indem sie ihm eine tote Maus vor die Füsse legte, der das aber nicht zu würdigen wusste sondern sie erschrocken wegjagte, aber sie hat es ihm nicht verübelt.
Wir haben uns jetzt nach einigem hin und her entschlossen am 27. März Richtung Nicaragua zu fahren per Autobus mit 3-tägiger Unterbrechung in Liberia und dann durch bis Rivas 3 Tage in der Hoffnung, evtl. Gepäck dort lassen zu können und für 7 Tage auf die Insel Ometepe zu fahren, wenn alles klappt, denn es ist recht kompliziert. Man denkt die deutsche Bürokratie ist so schlimm, aber es gibt Länder, da ist es viel schlimmer, um nicht zu sagen einfach total bescheuert und absolut nicht nachvollziehbar. Ich wollte es sogar schon aufgeben, aber da kam Gerhards: „ich will aber“ wieder durch.

……und jetzt das Wichtigste:

Das ist der Mann, der die Schirmherrschaft,

für unsere ganze Reise übernommen hat!

 

 

Die eingefügten Reiserouten wurden mit Google-Maps erstellt.

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