Shark Bay /7

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Pinnacle-0Jetzt sitzen wir auf einem grossen freien Platz an der Strecke, nach dem es gestern mal windstill war, hat es den Wagen heute Nacht wieder ganz schön gebeutelt und wir wurden heftig in den Schlaf geschaukelt.

Northampton    07.Dezember ’18North-1

Man wird hier total auf sich selbst zurück geworfen, nicht – aufstehen, in Spiegel gucken, oh je, Schmiere drauf und schon kann man sich wieder leiden; hier – Schmiere drauf geht nicht, zerläuft, also am besten erst gar nicht in den Spiegel schauen. Jetzt fungieren die Spiegel nur noch als Raumvergrösserer.

Wir sind gerade in Monkey Bay gelandet. Leider konnten wir nicht erfahren, warum die Ecke hier so heisst, denn es gibt in ganz Aus. keine Affen und Mönche heissen ja Monks und nicht alle werden ihr Unwesen hier getrieben haben. Hoffe ich. Obwohl, es war schlimm genug.

Auf der Fahrt hierher mussten wir 2 Emu Familien mit 4 und 5 Kindern von der Strasse verdrängen. Mal sehen was uns noch alles bevor steht.

Shark-4

Der Caravan-Park ist relativ neu und ist gestaltelt mit allem wie ein Ableger von „Sheraton“ Hotels., was Gaststätten und so betrifft.

Bleiben 3 Tage hier, wegen den Delfinen, die jeden Vormittag hier vorbei kommen. 

Ursprünglich wurden die Delphine von Wissenschaftlern gefüttert um Vertrauen aufzubauen und dadurch das Verhalten der Tiere besser zu beobachten.  Dies ist offenbar nun zu einer Touristenattraktion „verkommen“, so dass der wirkliche Hintergrund der Aktion nicht mehr erkennbar ist und die Gaudi wahrscheinlich auf Seiten der Delphine stattfindet.   -G.

Die Sharks sind leider schon weiter auf ihren Weg in die Antarktis.

Die heissen Temperaturen werden durch den kalten Wind gemildert und Nachts mussten wir wieder unsere warmen kuscheligen Schlafanzüge vorholen. Allerdings sind wir inzwischen so an die heissen Temperaturen gewöhnt, dass wir schon bei 27° einen Pullover überziehen.

Waren dann noch 4 Tage auf einem wunderschönen Platz in Denham, der Schneckenförmig um einen Hügel gebaut war, wir hatten einen alleinigen Platz mit direktem Zugang zum Meer.

Auf der Fahrt zurück zum Hwy sah man jetzt doch den Frühling, der durch den späten und wenigen Regen später einsetzte. Wir fuhren durch eine Landschaft,wo sich die Büsche langsam zu Bäumen erhoben, die Natur wurde abwechslungsreicher, sie bestand nun nicht mehr nur aus verschiedenen grünen Farbtupfern, sondern fing an in Höhe, Form und Blattwerk zu variieren. Die Erde neben dem Hwy. war nicht mehr rot sondern hatte jetzt eine goldbraune Farbe, die mit dem Blätterdach einiger Bäume wunderbar harmonierte auf denen die späte Sonne goldene Reflexe warf.

Das ist KEIN Zuckerguss

Vorbei an einer „little lagoon“, dessen Wasser durch einen kleinen Fluss bei Flut vom Meer gespeist wird.   -G.

Wir schauten uns noch den Shell Beach an, der aus kleinen, allen den gleichen Muscheln besteht, die eine bis 10 Meter tiefe Schicht bilden.

Diese zusammengespressten Muscheln wurden sogar als Baumaterial genutzt, wie hier bei einem Haus – jetzt Restaurant – in Denham.  Inzwischen ist die Verwendung verboten.  Sicher hat es im Haus immer gerauscht – wie bei Muscheln üblich wenn man sie ans Ohr hält…..    -G.

Vorher noch am Eagl Bluff ( hat `ne Weile gedauert, aber jetzt wissen wir es Bluff = Steilküste ).

Es ist immer wieder verblüffend mit welchem Aufwand, wie hier der Weg, den Menschen der Zutritt zu Naturausblicken ermöglicht wird.  Alles ohne Gebühren zu nehmen, die werden ausschliesslich in National Parks erhoben.  -G.Eagle-5

Und dann noch das:  Emus die im Meer baden !!

Da wir uns viel Zeit für das alles genommen haben, war es auch schon zu spät zum weiterfahren und wir mussten in den einzigen RV Park in der Nähe. Der teuerste und schlechteste seit langem. Dann sollte auch noch alles Sehenswerte, wozu der Park den Schlüssel hatte,  geschlossen sein.

Am nächsten Morgen, als ich noch Eier von den rumlaufenden Hühnern kaufte und anerkennende Worte dafür fand, wurde die Besitzerin aufgeschlossener und liess für uns das alte Telegrafengebäude aufschliessen. Und das war sehr interessant, es diente auch als Museum für die ganzen gekenterten Schiffe mit allen gesammelten Informationen die über Jahre dazu erschienen sind u.a, Batavia und Bounty. Wir verbrachten mal wieder viel mehr Zeit dort, als wir ursprünglich dachten, waren aber von der unglaublichen Fülle des Museums so angetan und haben im nach hinein den Preis für den Stellplatz gerne bezahlt. Wobei sich eigendlich meine Überzeugung, dass alles seinen Grund hat wieder mal gezeigt hat, nur manchmal vergisst man das, aber es bestätigt sich immer wieder.  Wenn man sich z.B. verfährt: nicht fluchen sondern gucken, was man gezeigt kriegen soll, eine besonders schöne Landschaft, einen schönen Sonnenuntergang, ein besonderes Lokal…..

Dann zu den Stromaliten, konnte mir vorher nichts richtiges vorstellen und habe immer noch Schwierigkeiten es zu erklären, weil ich es auch so unglaublich finde. Also mal ganz Laienhaft – Mikroorganismen, die seid Billionen von Jahren, hier unter besonderen Bedingungen überlebt haben und im Jahr 0,5 mm wachsen. Diese wachsen bei Sonnenlicht und sterben in der Nacht ab.  So bildet sich im Laufe des Jahres diese 0,5mm Schicht.   -G.  So in etwa. Sie sind erst von Wissenschaftlern in den 70 Jahren entdeckt worden.

Sind dann los nach Kalbarri. Kamen an einem sehr schön gelegenem Parkplatz vorbei, war uns aber zu früh, fuhren dann weiter zum nächsten, der uns aber einige Überlegung abverlangte, wir uns aber doch entschlossen zu bleiben und nicht zurück zu fahren und hier zu übernachten. Und wie das so ist, wenn einer da steht sind es im nu noch andere, die sich sagen na wenn der da steht…….

Am nächsten Morgen, wir sind meistens die letzten, die losfahren, wir haben ja Zeit, ausserdem, sollte ein Ranger kommen weiss er ja nicht ob wir gerade angekommen sind. Den Abend vorher entdeckte Gerhard noch ein Schild, dass er inspizieren wollte. ich hielt ihn aber davon ab, mit der Begründung, wenn da draufsteht übernachten verboten kann ich nicht mehr unbekümmert sein. Am nächsten Morgen war ich doch neugierig: Bitte allen Abfall in die Tonne tun…..

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