Murray River / 18

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Echuca

So, heute geht es Richtung Murray River. Bis Melbourne haben wir 4 Wochen gebraucht, für den Rückweg haben wir 14 Tage! Dann fliegt Gerhard nach Berlin.

Heute in Echuca wunderschön übernachtet, direkt am Fluss. Die Sonne scheint, es wird wärmer und Echuca ist eine sehr nette Stadt und schon haben wir die Tage gezählt und uns entschlossen noch eine Nacht zu bleiben.

So haben wir uns auch kurz  für eine Flussfahrt mit einem der alten Raddampfer entschlossen.  Das Schiff legt von dem alten Hafen ab, der erhalten wurde und heute auch ein Museum beinhaltet.  Der Steamer ist wirklich ein Dampfschiff, 100 Jahre alt, original  restauriert und für touristische Ausfahrten in Gang gehalten wird.  Es ist also ein echter Heizer an Bord der immer kräftig Holz nachlegt.   -G.)

Der alte hölzerne Hafen ist als Museum so erhalten geblieben wie er um die Jahrhundertwende arbeitete.  Hier wurden Holzstämme über den Fluss heran gebracht und auf der Anlage für den Weitertransport gesägt.  In einem Bereich sind die alten Danpfmaschinen, die die Sägen angetrieben haben noch aufgebaut.  Es gibt sogar extra jemanden der die Dampfmaschinen unter Dampf hält, so dass der Besucher einen Eindruck von der Arbeitsweise erhält.  Meist geht er aber mit der Ölkanne umher.

Der Murray River

hatten auch mal wieder vergessen, dass auch zum Murray- River hin kein Obst und Gemüse mitgebracht werden darf, und wir mal wieder nichts wegwerfen wollten/konnten. Das mit dem Obst und Gemüse konnte uns bisher noch niemand erklären.  (Erklären kann ich es auch nicht – aber man darf auch von Osten kommend Richtung Westaustralien kein Obst, Gemüse und Honig einführen.   Es gibt regelrechte Grenzkontrollen.  Von Westen Richtung Ostküste ist nichts.  Grund soll eine Fruchtfliege sein die sich in Queensland ausgebreitet hat.  Hmm – wenn sie jetzt aber fliegt und nicht mit dem Auto fährt….???   -G.) Oder sich im Auto versteckt ???

In Australien werden fast überall die Bürgersteige früh hochgeklappt, wir aber waren noch unterwegs in menschenleerer Grünanlage auf dem Weg zu unserem WW und das noch Samstagsabend in der Nähe der Touri- Info.  Und welch ein Glück so konnten wir die Stadt vor grossem Wasserverlust retten !

Da lief Wasser über den Weg und ich wunderte mich wo das herkam, neugierig wie ich immer bin ging ich dem nach, es sickerte aus dem schmalen geteerten Weg und wie ich mich noch so wunderte gab es ein lautes Geräuch, die Erde tat sich auf und das Wasser kam in einer Fontäne aus der Erde.

Zum Glück hatte Gerhard vorher das Polizei- Schild gesehen und so hatten wir es nicht weit bis dort hin und die waren heilfroh. Ich dachte jetzt, die sind am nächsten Morgen voll am Arbeiten, nee , das Wasser war einfach überall abgestellt und das stark frequentierte Klo an der Touristeninfo war geschlossen. Überhaupt die öffentlichen Toiletten hier sind überall so was von sauber, das es einen umhaut, vor allen Dingen, wenn man an die Toiletten in Deutschland denkt, sowas habe ich in den vielen Ländern in denen ich schon war noch nicht gesehen. Selbst im Busch, bis man sich die Augen gerieben hat (am Morgen – unserem Morgen!   -G.)  waren die Ranger schon da und haben für alles gesorgt.

Mal wieder versucht Zeit einzuholen und spät im dunkeln Platz gesucht. War wohl ein ausgetrocknetes Flussbett, ganze Nacht dann gegossen und um nicht im Matsch zu versinken und noch rauszukommen blieb uns nichts anderes übrig als im ersten Morgengrauen, noch im Schlafanzug, den Platz zu verlassen. Wir fuhren dann nach Mildura, einem sehr ansprechenden Ort, auf einen engen Parkplatz um weiter zu schlafen. Und man glaubt es nicht: irgend wann wurde draussen angefangen das Toilettenhäuschen neu zu beleuchten, unser Wagen stand genau im Weg, die mussten dauernd um den WW rum mit ihrem ganzen Equipment. Erschrocken wollten wir den Wagen wegfahren, sie meinten aber nur „ geht schon“, ja, wo gibt es denn sowas.

Inzwischen haben wir von der „Bibel“ für Freicamper erfahren und sie uns gekauft. Sehr hilfreich, und man fährt viel entspannter, weil man schon vorher besser planen kann.

2 Tage blieben wir dann in Wentworth wo der Murray und der Darling zusammen fliessen. Auf dem Weg dort hin an riesigen Feldern mit Wein, Oliven und Mandeln vorbei. Leider geht die Strasse nicht direkt am Murray entlang und so haben wir einen 10 km Abstecher gemacht um an einem wunderschönen Platz am Fluss zu übernachten. Wir fuhren weiter immer an Eukalyptusbäumen vorbei, von denen es in Australien mehr als 200 Arten gibt. Sind dann mit einer Fähre über den Murray auf einen Platz der direkt wieder am Fluss wunderschön gelegen war.

 Es gibt nur sehr wenige Brücken über den Murray.  In der Regenzeit tritt der Fluss oft mehr oder weniger über die Ufer.  Bei „mehr“ ist es schwer einen Anfang und ein Ende der Brückenauffahrt zu finden.  Dafür gibt es ausreichend Fähren, die auch die Roadtrains aufnehmen können.  Und:  alle Fähren sind meistens 24 Stunden in Betrieb und kostenlos.   Und trotzdem sicher günstiger als alle zwei Jahre die Brücken nachzubessern.   -G.)

Der Murray River ist mit 2508 km der längste Fluss Australiens und erreicht mit seinem grössten Nebenfluss, dem Darling River eine Gesamtlänge von 3750 km.  Er entspringt in den Blue Mountains in Victoria, fliesst erst nordwärts und dann südwestlich um unterhalb Adelaides in den Lake Alexandrina und von dort als Murray mouth Mündung in den Südaustralischen Ozean.  Der Fluss ist über fast 2000 km schiffbar, abhängig von der jährlichen Wassermenge.  Er ist als Wasserspender der umliegenden Landwirtschaft sowie Hauptlieferant von Trinkwasser für die Stadt Adelaide und Umland.  Dafür sorgen riesige Wasserleitungen die über hunderte Kilometer durch das Land führen.

KanubaumEtwas anderes interessantes haben wir doch noch entdeckt.  Die Aborigines liessen ihre Einbäume im wahrsten Sinne des Wortes wachsen.  Ein Baum wurde entsprechend ausgeschnitten und wuchs dann bis zur richtigen Grösse des Kanu und wurde  „nur“ noch fertig bearbeitet.

Aber wir lassen lieber die Eindrücke der Bilder wirken.  Wie ist ein Fluss zu beschreiben – er ist massig und nass…

Doch neben den geraden, weiträumigen Strassen wird selbst abseits der Hauptstrassen auf die Murray-7Verkehrsordnung geachtet.  Hier die Vorfahrt zu gewähren kann schon Stunden oder Tage in Anspruch nehmen.

Erstaunlich ist auch das überall die Strassen ausgebessert werden und in

einem super Zustand sind.  Trotzdem stören die Baustellen nicht und sind sehr gut auf den Verkehr abgestimmt – auch wenn nur eine Spur benutzbar ist.  Doch wenn die Natur eigene Vorstellungen von Abwechslung hat, wie ein Sandsturm oder plötzliche Nebelbänke macht es auch Sinn sich Zeit zu lassen – oder seht ihr was ??????  -G.) Wir  auch nicht.

Sind jetzt in einem aussergewöhnlichen RV Park in Adelaide. Der Park ist vor fast 150 Jahren privat angelegt worden und später wurde er der Stadt geschenkt. Das Wohnhaus steht noch mittendrin, steht unter Denkmalschutz und die Zimmer kann man mieten.

Unser RV Park liegt direkt am Torres mit einer wunderschönen Flusslandschaft. Habe mich aufgemacht heute am Fluss entlang zum Supermarkt zu laufen. Ist zwar doppelt so weit (40 Min.) wie die Strasse lang aber es war so ein Genuss, dass ich zurück auch noch gelaufen bin und nicht den Bus genommen habe. Am Fluss stehen hier auch noch Fitnessgeräte, wie sehr oft in öffentlichen Parks und wenn schon das Fahrrad stehen bleiben muss weil zum Fluss nur eine sehr steile lange Treppe runter geht kann ich mich da jeden Tag austoben.

Aber natürlich ist auch entlang der Strasse Interessantes zu sehen.

Unser Adventure mit dem WW hört nicht auf, jetzt läuft irgendwo das Wasser im Bad, ist so schnell nicht rauszukriegen wo das herkommt. Und Gerhard muss nach Berlin um endlich für die Beisetzung zu sorgen.

Also am Klo steht Wasser, haben zum Glück neulich mal 1 Kilo super Putztücher gekauft, plötzlich steht das Wasser links. Am anderen Tag auf beiden Seiten. Bin Morgends und Abends am Tücher wechseln, der ganze WW hängt draussen voll und dann ist es auch so kalt und es regnet, so dass der WW auch nicht richtig trocknen kann. Versuche raus zu bekommen wo das Wasser herkommen könnte. Muss die Wasserzufuhr abstellen, aber da wir im Park nicht weit von der Küche stehen ist das kein Problem und ich gewöhne mir an ein paar Wasserflaschen für den täglichen Gebrauch zu füllen. Plötzlich fällt mir ein, es könnte der Wassertank ein Loch haben. Also Pumpe an, das Wasser aus dem Tank verbrauchen, wieder Tücher wechseln. Naja, war`s doch nicht (es war der Druckminderer am Aussenanschluss, der dummerweise den Druck durch Wasserabgabe nach innen „gemindert“ hat   -G.) – inzwischen hab ich mich so daran gewöhnt das Geschirr in der Küche abzuwaschen, dass ich es beibehalten werde wenn wir im RV Park sind, ist einfach praktischer.

Ich bin inzwischen für 2 Wochen in Berlin, die fehlenden Papiere für die Beisetzung meiner Mutter sollten eingetroffen sein.  Entsprechend sind einige Termine vorbereitet.  Der Hinflug diesmal mit LH über Singapore mit 8 Stunden Aufenthalt dort.  Ich fand im Internet die Möglichkeit einer freien Stadtrundfahrt, die im Flughafen gebucht werden kann.  Mindestaufenthalt dafür sind 4 Std.  Leider wurde es schon langsam bei nieseligem Wetter dunkel.  Die Tagestour ist auf alle Fälle interessanter – und dann bei Sonne!

Nach anfänglichen Schwierigkeiten erwiesen sich die Berliner Behörden dann doch als sehr hilfreich.  Erst bei der Rückreise ergaben sich unerwartet zu lösende Probleme.   -G.)

Nach 14 Tagen Anruf von Gerhard: bin in Singapur auf dem Flughafen, mein Visum ist abgelaufen, guck bitte in die mails. Oh Gott, auch das noch und 4 Tage später wollen wir nach Bali, um mein Visum zu verlängern. Ich sitze bis nach Mitternacht am Computer, Gerhard teilt mir mit, dass er ein Visum beantragt hat und sich jetzt erst mal ein Hotel sucht. Teile ihm mit, dass wenn es nicht klappt er sehen soll, dass er vielleicht bis nach Adelaide kommt, ich zum Flughafen komme, versuche mit ihm zu sprechen und wir uns was überlegen. Stelle mir also den Wecker auf 5 Uhr (natürlich Quatsch, wer kann schon unter solchen Umständen Schlafen.) Morgends dann die mail: habe Visum komme. Ja, wann denn, also morgen dann. Endlich konnte ich schlafen, und dann weckt mich Gerhard, das Visum hat nur eine Stunde gedauert,  und Singapore Airline  hatte ihm schon vorher kurzerhand eins ausgestellt als er den Flug  nach Adelaide canceln wollte, jetzt hatte er 2 Visa innerhalb von 2 Stunden in Singapur für Australien erhalten  und da haben wir 4 Wochen lang versucht eine Visumsverlängerung für mich in Australien zu erreichen , aber ohne Bali ging nichts. aber auch das kann uns keiner erklären. Jetzt haben wir beide ein Visum für ein Jahr, aber immer nur für einen ununterbrochenen Aufenthalt im Land von 3 Monaten.  Nach erneuerter Einreise innerhalb dieser 12 Monate zählen die 3 Monate neu.   -G.)

Also erst mal Ende gut – fast alles gut   -G.)  

Jetzt ist das Wasser im Park abgestellt, es wird fieberhaft daran gearbeitet. Ein Glück, dass bei uns alles wieder in Ordnung ist. Gerhard geht was besorgen, ich bin 10 Min. weg, komme zurück und schon ist der Teufel los, das Wasser läuft aus unserem WW. Ich reisse die Tür auf, hab ich die Dusche nicht Richtig abgestellt? Das Wasser steht im Wagen, kann gar nicht sehen wo das herkommt, einer kommt dann endlich auf die Idee die Wasserzufuhr abzudrehen und den Strom abzustellen. Endlich kommt Gerhard, den man schon am Eingang damit empfangen hat. Es stellt sich dann raus, dass durch den plötzlichen Druck des Wasseranstellens im Park der eine Wasserhahn zerbrösselt ist. Muss bestellt werden.

Aber erstmal geht es nach Bali und für uns beide bedeutet es: erstmal Luft holen, bedienen lassen, essen gehen, Happy Hour geniessen. In Bali kann man geniessen. 14 Tage lang !!! Dann zurück.  Zu unseren ersten Eindrücken von Bali gibt es eine kleine Bali-Seite /19   -G.)

Wasserhahn ist noch nicht da, dauert länger. Wird immer kälter.

Zum Abschied aus unserem Haus hatten wir ein Buch geschenkt bekommen: Weltreise. Bei denen war im Bully in Alaska die wärmste Temperatur minus 10°, wenn wir jetzt Morgends bei 10° plus aufwachen sagen wir uns 20° (!) wärmer wie die und schon geht es, allerdings als es dann auf 2° runter ging fanden wir 12° Unterschied nicht mehr so viel. Aber erstaunlich wie schnell man sich daran „gewöhnt“.

Irgendwann war endlich alles getan (unser WW hatte ja nochmals um eine IVECO Werkstatt „gebeten“ !!   -G.) und wir konnten uns in die Wärme aufmachen, nur wo war die inzwischen. In Deutschland stieg die Wärme auf 40°, hier wurde es immer kälter.

Wir machten uns auf an die Westküste, durch`s Nullabor, wieder über die Grenze, diesmal wurde speziell nach Honig in allen Ecken gesucht. Manuka haben denk ich viele dabei, werfen die den wirklich weg oder ……? Es ist gerade Orangenzeit, die 2. Ernte und die sind so fantastisch und du darfst keine mitnehmen und es dauert ein paar Tage hier im Outback bis man die Möglichkeit hat wieder Obst und Gemüse zu kaufen. Das hat uns richtig gefehlt.

Beeindruckend war es jetzt zu sehen wie das neue unglaublich kräftige grün der neuen Saat auf den Feldern leuchtete.  Winter bedeutet ja hier auch das es tagsüber sonnig und auch nicht so kalt ist.

Auch das Bild der grasenden Rinder hat sich ganz eindeutig zugunsten von vielen Schafen geändert, die teils weit verstreut auf den riesigen Feldern grasten.

Da steht ein Schaf an einer Hütte,

und hat im Sinn nur eine Bitte.

Ich möchte nicht das ihr mich schert,

denn das ist für mich ganz verkehrt.

Die Wolle die mir wächst so dicke,

vor Kälte schützt sie mir den Rücken –

bei Sonne schützt sie vor verbrennen

und ich muss nicht zum Schatten rennen.

Leg ich mich auf die Erde dann,

fühlt sie sich weich und kuschlig an.

Auch Regen macht mich gar nicht nass

das Lanolin verhindert das.

Ich hoffe ihr tut mir jetzt glauben

und mir nicht mehr die Wolle rauben.                  PTB

Trotz unserer Sehnsucht nach Wärme haben wir noch einige Abstecher gemacht.  So sind wir ans Meer gefahren um dort in der Ferne einige Wale mit ihren Wälchen zu erspähen, die dort im Juli bis September in einer Bucht ihre Jungen betreuen.  Auf der einen Seite diese mächtige Steilküste und im Hintergrund wieder diese schneeweissen Dünen.

In Northeman angekommen, war auch Zeit, hatten kein Tropfen Wasser mehr. Konnten hier endlich auffüllen. Wollen Perth liegen lassen, ist jetzt auch zu kalt, und quer durchs  Outback an die Küste. Freue mich schon, denn in diesem Teil waren wir noch nicht und es gibt dort viel Interessantes. Der erste Teil bestand aus vielen verlassenen Gebieten aus der Goldgräber Zeit, dann kam ein Gebiet mit riesigen Salzseen, das sich lang hinzog und anschliessend kamen grosse Feuchtgebiete ( upp`s  kann man das überhaupt noch schreiben ) Und dann änderte sich alles. Auf dem fast einsamen Hwy kommt uns ein WW entgegen und wir kriegen einen Stein in die Windschutzscheibe.

Den letzten Tag im Outback haben wir praktisch an in einem „ Ort „ übernachtet, der aus einer Tankstelle mit Shop, einer Post, die wie in alten Zeiten von Grundnahrungsmitteln bis landwirtschaftlichem Zubehör alles sehr übersichtlich hatte, aber immerhin – und einem Bistro, das schon geschlossen hatte.  Nachdem es schon einige Tage davor hin und wieder Probleme gab bei einem Stop die Zündung auszuschalten – und damit auch den Motor – kam es dann noch besser.   So schaltete sich die Zündung selbst bei herausgezogenem Schlüssel selbstständig ein und der Effekt veschwand erst bei mehrmaligem Versuch mit Schlüssel zu starten.  Meine ärgsten Befürchtungen wurden aber wahr – die Zündung schaltete sich in der Nacht wieder selbstständig ein und….. -G.)

Dann wollte die Zündung nicht mehr, am nächsten Morgen war die Batterie leer.  Diesmal hatte keiner der Umstehenden ein Startkabel dabei und schon tauchte wieder ein Engel auf, der alles inspizierte, nach einigen vergeblichen Versuchen  den Motor anspringen zu lassen  wollte er ins Depot  fahren ( er war Strassenarbeiter ) um dort ein Startkabel zu holen. „ wie weit ist das ?“ „ 20 km“ (ein Weg) das ist für die hier gerade mal ´um die Ecke`. Gerhard ging dann doch zur Tankstelle und kriegte auch wirklich das Kabel dort und nach einigen Versuchen sprang der WW dann an. Und der Arbeiter war total glücklich uns geholfen zu haben.

Wir fuhren dann doch nach Perth, was wir ursprünglich umgehen wollten und hatten das Glück gleich bei einer Iveco Vertretung zu landen, wo der Mechaniker sofort den Fehler in einem durchgescheuerten Kabelbaum vermutete, was er zuvor an einem gleichen Typ gerade erlebt hatte.  (Im Motorraum ist ein Kabelbaum so super verlegt, das sich die Isolierung durchscheuert und es zu unerwünschten Verbindungen kommt – Zündung nicht abschaltet, oder sich allein einschaltet.   -G) Das Glück war, dass er bei uns nicht mehr lange nach dem Fehler zu suchen hatte.  Auch wenn man ja keine Voruteile haben sollte, haben meine sich leider gegenüber FIAT (IVECO) bestätigt.  Andererseits muss man natürlich zugeben das er uns über gut 25000km – wenn auch manchmal recht bockig – durchs Land gefahren hat.  Darum natürlich auch vielen Dank   -G.)

Und wir haben ihm einiges zugemutet. Inzwischen haben wir festgestellt, dass es vielen so geht, nur schreiben die nichts darüber. Dass Australien toll ist, die Landschaft überwältigend, es sehr heiss sein kann , wissen wir inzwischen alle. Nur über das dazwischen erfährt man kaum was. Die Weltreisenden, die 3 Wochen mit dem Fahrrad durchs Outback geradelt sind und 17 (!) Platten hatten, wie haben die das gemacht? Nichts steht da. Eigendlich muss man einen Spaten dabei haben um Löcher zu graben im Fall der Fälle, der hat ja wohl auch nicht noch auf`s Rad gepasst. Aber für die  Wildtiere ist es gefährlich.

Das war jetzt aber auch trotzdem das i-Tüpfelchen.  Wir hatten ja schon vorher überlegt den Truck zu verkaufen um mit einem kleineren auch unbefestigte Strassen fahren zu können und damit auch an weitere interessante Orte zu kommen.  Wir sind jetzt in Perth auf einem Caravanpark und wieder einmal beim ausräumen.  Diesmal aber zum Glück deutlich überschaubarer.  Naja….  Wir haben auch einen Händler gefunden der für uns den Wagen verkaufen Weg-5wird.  Damit auch alles „passt“ ist gerade die Zulassung abgelaufen (wird hier beim Einwurf von richtig Geld für ein Jahr erteilt).  Jetzt haben wir für den Verkauf eine Zulassung für Western Australien, allerdings mit einer vorherigen Inspection  (ähnlich TÜV)  und 4 neuen Hinterreifen, plus Frontscheibe ……

Nun wollen wir uns die nächsten Wochen wieder in Bali „aufwärmen“ und dort auch die nächsten „Adventures“ vorbereiten. Die persönlichen Sachen die wir erst mal nicht brauchen geben wir hier in ein Storage.  Wir werden aber auch unsere neuen Erlebnisse von Bali im Blog fortführen und hoffen weiterhin bei allen Interesse zu finden.   -G)

Hier noch das „Abschiedsbild“ von unserem Jahreswagen der hoffentlich einen netten Käufer findetWeg-6

Haben alles untergebracht, nur noch das was wir in Bali brauchen dabei. Jetzt werden wir noch 4 Tage in Perth frieren, aber das Apartment ist wunderschön warm mit einem schönen, warmen Bett und draussen zieh ich alles an was übereinander geht.Weg-7

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Ein Kommentar zu „Murray River / 18

  1. Mann o mann, soviel Abenteuer, dass einem die Luft wegbleibt.
    Unglaublich, auf welche Anforderungen ihr reagieren müsst.
    Aber auch so hochinteressant.
    Wünsche euch von Herzen weiter viel Glück auf eurer Weltreise.

    Drück euch
    Regina

    Schön, Freunde zu haben.

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