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Sind heute am Ostersonntag in einem „ Organic Ort“ gelandet. Gemüse, Früchte, Kosmetik, Bäcker und der hatte noch ein Schild draussen „Roher Kuchen“. Er war auch so gefragt, dass wir dort nicht Kaffee trinken konnten. Aber der Zufall war, dass ich auch einen rohen Oster- Zitronen- Käsekuchen gemacht hatte. Wir haben dann aber in einem wunderschönen alten Eisenbahnwaggon mit Ledersitzen Kaffee getrunken.
Dann fuhren wir weiter, bei kräftigem Wind und an riesigen Weinanbaugebieten vorbei – Richtung Küste. -G.)
Port Harbor
Jetzt sollte es mal klappen. Sind heute am Osterdienstag mit einem alten nostalgischem Zug von Goolwa nach Victor Harbor gefahren und zurück. Fährt in den Osterferien 2x am Tag, sonst nur zum Wochenende. Hatten also grosses Glück und haben es sehr genossen – leider mit Dampflok nur an bestimmten Tagen. Dennoch interessant, die Strecke geht an der Küste entlang bis Port Harbor. Der Zug (eröffnet bereits 1887) wurde als Cockle (Herzmuschel) train bezeichnet weil die ersten Siedler die Strecke mit einer Pferdebahn nutzten um die Muscheln von den Sandstränden des Murray river nach Goolwa zu transportieren.
Aber am meisten hatten wir uns auf die Pferdebahn gefreut, die in Port Harbor über eine Brücke auf eine nahegelegene Insel fährt – fahren sollte.
Offenbar war aber leider das Pferd „unpässlich“ oder unwillig – die Horsetram fuhr nicht, mit der fadenscheinigen Erklärung es müssten dringende Arbeiten an dem Schienenweg getan werden. So sind wir zu Fuss gegangen. Die mitgebrachte Mohrrübe für das Pferd haben wir dafür selbst gegessen. Und es gibt nur ein Bild von dem Plakat wie es hätte sein sollen. 
Das Angebot eine kurze Strandwanderung,
mit Kamelen zu machen, haben wir ignoriert.
Der Weg auf die kleine Insel hatte sich aber schon wegen des schönen Rundwegs um die Insel und den Ausblicken gelohnt. Am späten Nachmittag wieder zurück mit dem Zug und am nächsten Tag ging es weiter Richtung Great Ocean Road. -G.)
Die Schaf- und Ziegenherden werden jetzt von Rinderherden abgelöst und da kommen einem so seine Gedanken bei dieser Unmenge von Rindern und man sieht nichts anderes. 
Und die Ochsen nicht vergessen
die tun viele auch noch essen
Mit der Suppe angefangen
wächst bei manchem das Verlangen,
dann die Haxe die gegrillt
macht dass das Gehirn anschwillt
und sie könn´n dann nicht mehr denken
tun den Hals und Kopf verrenken
gier´n dem Fleische da entgegen
-was sind Veggies da für´n Segen.
Sind die Rettung dieser Erde,
dass ein jeder satt dort werde,
nicht vergeudet Land für´s Futter
und das CO² geht runter
und die Menschen sind gesünder
wenn sie essen wen`ger Rinder. -PTB
Das Wetter ist wieder milder und da sich so schlecht was auf Schaf reimt müssen wieder die Rinder herhalten. Im Moment sieht man auch wieder nichts anderes.
Auf der Wiese grasen Rinder
haben dabei jetzt die Kinder
Kälbchen heisst das junge Rind
Kalb dann wenn sie älter sind
kommen Jahre noch hinzu
sagt man dann auch Ochs und Kuh
und zusammen sind`s dann Rinder
und dann haben sie selber Kinder. -PTB
Nachdem wir anders gefahren sind wie das Navi unbedingt wollte, hatten wir das Vergnügen mit der Fähre überzusetzen, nach dem ersten Schreck war es kein Problem, selbst grosse Lastwagen hat die Fähre geschafft. Kostenfrei!! 
Jetzt geht es wieder in eine Weizenfelder Gegend. Und so sieht es bei uns des Abends aus
Hier der Platz der ist recht schön
hier können wir mit dem Wagen stehn
und die Frau tut gleich was braten ( auf kochen hat sich nichts gereimt)
und der Mann kann´s kaum erwarten.
Ist das Essen dann vorbei
geht es los die Quälerei ( stimmt nicht, ist nur wg. dem Reim)
denn dann wird der Blog geschrieben
denn wir tun die Freunde lieben.
Aber oft ist es schon spät
und das Schreiben nicht mehr geht
oder oft sind wir schon müd
und dann fehlt der recht´Antrieb. -PTB
So, damit Ihr wisst, warum es manchmal etwas länger dauert, abgesehen von dem Zugang zum Internet.
Die Landschaft wird langsam ganz anders, schwer zu beschreiben. Wir kommen an die Küste, die wild, sehr zerklüftet und sehr stürmig ist. Wollten hoch oben an der Steilküste übernachten, sind aber umgekehrt wir wollten nicht von den Klippen geweht werden, inzwischen war es dann dunkel und wir waren am nächsten Morgen überrascht auf was für einen schönen Platz wir standen.
Haben jetzt erfahren, dass dieser Teil der Küste immer sehr windig ist. Manchmal kommen Erinnerungen an Sylt hoch.
Also weiter. Heute soll es zu den Seehunden gehen. Am Beginn des Weges sahen wir ein Schild 600 m ….. zu den Seals. Na ja schnell gemacht, mal wieder nichts zu trinken oder zu essen mit. Hatten aber übersehen, dass damit gemeint war vom letzten Berg noch 600 m. Nur, dass es zu dem Gipfel ein paar mal bergauf und bergab ging stand da nicht. Aber am Ende wurden wir dann doch mit einer Kolonie Seehunden belohnt, von der wir uns mal wieder viel zu lange nicht trennen konnten.
Als ich mich dann umdrehte und mit Entsetzen den steilen Berg sah : „ nee Gerhard wir müssen doch nicht etwa da rüber ? Schaff ich nicht mehr.“ „Ja, natürlich, sind doch auch so gekommen.“ Tja, von der anderen Seite her war auch alles bewaldet und man hat immer nur ein Stück gesehen, aber jetzt von dieser Seite den ganzen kahlen Berg vor sich sah es schon anders aus. Naja ich musste ja. Auf halben Rückweg begegnete uns eine Wandergruppe Jugendlicher, die sahen nach dem halben Weg schon fix und fertig aus. Also ganz im Vertrauen, die meisten hatten auch noch einen Rucksack dabei, aber trotzdem……Zurück im WW fiel ich nur noch längs auf`s Sofa ( tja SOFA, schliesslich haben wir einen WOHNwagen ).
Mt. Gambier
Sind jetzt in Mt Gambier gelandet. Hier fängt die Vulkangegend an, die sich 350 km die Küste entlang hinzieht.
Der erste Vulkan (Mt. Schanz), der wie der Ort heisst oder umgekehrt musste natürlich bestiegen werden 1036 Stufen ( flache zwar, aber immerhin…) und wenn wir was anfangen dann muss es auch beendet werden, haben den halben Vulkan auch noch umrundet nachdem wir uns entschieden hatten es nicht zu tun, siegte dann doch die Neugierde. Wären ja gerne auch in den Kegel hinuntergestiegen, aber zum Glück (? ) war es dann doch zu spät.
Deutlich zu erkennen die Einbuchtung durch die das Magma in die Ebene floss.
Am Eingang nach Mt. Gambier sind wir gleich noch von 2 Vulkanseen begrüsst worden. Einer modriggrün, der andere in einem wunderschönen tiefen blau, obwohl der Himmel grau und bedeckt war. War schon fazinierend und angeblich weiss man nicht, wie das zustande kommt.
Am nächsten Tag haben wir uns noch den preisgekrönten Dokumentarfilm „Vulcano“ angesehen und haben uns in einer sehr interessanten Ausstellung mit Vulkanen und die Entstehung der verschiedenen Geländeformationen beschäftigt. Waren auch noch in in einer Gemäldeausstellung, man muss ja schliesslich auch hier was mit Kultur machen !!
Und haben einen Tag verlängert. Sind heute in eine Höhle hinabgestiegen, hatten Glück zufällig die letzte Führung zu erreichen. Also es gibt dann doch noch was, was wir nicht probieren werden und das ist Höhlentauchen, das hier durch die vielen Grotten sehr beliebt ist.
Durch das Loch in der Decke auf dem letzten Bild ist jahrzehntelang Müll einer Fabrik entsorgt worden, bis man die Bedeutung der Höhle entdeckte. -G.)
Schulkinder haben in langer Arbeit den Müll aus der Höhle geschafft. Solche Iniativen gibt es hier sehr viel. Menschen, die freiwillige Arbeit für die Schönheit und Sauberkeit für ihre Stadt tun, alles was es gibt und was viele bei uns noch nicht mal gegen Bezahlung machen würden.
Dann waren wir noch in 2 Sinkholes das sind Absenkungen des Bodens in unterirdische Hohlräume. In einem hatte es sich eine Opussumfamilie niedergelassen, das war natürlich doppelt interessant und durch die Dunkelheit in den Grotten waren sie auch schon am Nachmittag aktiv, denn eigendlich sind es ja nachtaktive Tiere.
Weiter Richtung Ocean Highway. Alle paar Minuten gehalten um die spektakuläre Küste zu bewundern, zu der man allerdings immer ein Stück laufen musste. Zum Glück waren die Aussichtspunkte meistens angegeben.
Nach unserer Abfahrt muss es wohl doch wieder einen Vulkanausbruchgegeben haben 😉
Unser Weg führt uns als erste Zwischenstation nach Port Elliot. Zu beschreiben ist nicht viel, wir lassen einfach die Bilder sprechen. Die wilde, zerklüftete Küste hat uns einfach überwältigt (wieder mal). -G.)
Heute stellten wir fest, dass wir uns u.a. von unserem Haus getrennt haben auch mit der Vorstellung, uns langsam auf das Alter vorzubereiten und evtl. nicht mehr Stufen steigen zu können, aber im ganzen Leben sind wir nicht soviel Berge und Stufen hinauf und hinab gestiegen wie in den 10 Monaten, die wir in Australien sind. Danach zu urteilen ist das Alter noch weit entfernt !!!
Habe mir heute doch eine Mütze gekauft. Hilft nicht nur gegen die Kälte sondern ist auch sehr hilfreich bei einem „ Bad Hair Day“. Müssen ja auch noch eine Weile im kalten Süden bleiben, wenn Gerhard dann aus Berlin zurück kommt geht es hoffentlich in die Wärme.
Weiter auf dem Weg zur spektakulären Ocean Road gab es auch schon interessante Stellen. Dieser Einschnitt im Fels wurde in 3 Jahren von 2 Männern gebaut um die umliegenden Wiesen zu entwässern und fruchtbar zu machen. -G.)
Der Küstenweg
Jetzt öffnete es sich zur Great Ocean Route wie man es sich so vorstellt. Die Ahs und Ohs waren nicht zu überbieten.
Auch wenn die Bilder nur schwach diese unglaubliche Landschaft wiedergeben können:
Dann näherten wir uns Melbourne. Vorher machten wir noch einen Abstecher zu einem Lighthouse und hatten das Glück einem einheimischen Bushtracker zuhören zu können. Ein angrenzendes Stück Land gehörte den Aborigenes ( zerstückelt ist ihnen ja einiges Land zurück gegeben worden ) die das selbige mit ihren alten Pflanzen hegten und um Fremden ihre Kultur nahe zu bringen. Eine Pflanze hat mir besonders imponiert, die sämtliche B- Vitamine enthält. Andere Pflanzen mit denen man auf natürliche Weise Krankheiten heilt haben wir ja auch, denken wir nur an das Oreganoöl, das mehr Antibiotium enthält, wie der Mist aus Indien. Der letzte Hersteller von sauberen Antibiotikum in Deutschland musste ja im letzten Jahr schliessen weil die Pharmaindustrie natürlich das Billige aus Indien kaufte das dort nicht den sicheren Herstellungskriterien unterworfen ist und die Umwelt massiv schädigt. Denken wir nur an die ungefilterten Abwässer.
Zum Abschluss dieser Fahrt – kurz vor Melbourne – liessen wir es uns nicht nehmen nochmals im Wald herum zu krakzeln – und dann noch mit einem Vögelchen Kaffee und Kuchen zu geniessen. -G.)
Hallo ihr zwei,
habe gerade mit großer Freude euren Blog gelesen. Wunderbar, ich bin immer wieder erstaunt, wie wunderschön dieser Kontinent ist.
Außerdem schreibt ihr auch sehr interessant und Petras Dichtkunst ist unübertroffen.
Seid ihr noch auf Bali, mittlerweile ist es Mitte Juli , wie geht es weiter?
Bin sehr gespannt.
Wir packen gerade, wollen morgen Richtung Süddeutschland mit dem Bus fahren und dort Rad fahren.
Ich war zwischendurch mit Freunden in Frankreich Rad fahre n, war schön.
Freue mich, wieder von euch zu hören.
LG Regina
Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag und noch viele tolle Erlebnisse im schönen Australien wünscht dir liebe Petra Ulla. Grüße auch an Gerhard. Freue mich auf weitere interessante Berichte.