COSTA RICA – 1

San Jose

28.10.2025

Nach 30 Tagen privat, plus 53 Tagen Hotels Berlin und 56 Tagen Türkei, die incl. Flug die Hälfte von Berlin gekostet haben, haben wir Berlin am 28. Okt. den Rücken gekehrt .
Hier haben wir ein nettes kleines Studio, ein Problem gibt es immer, hier ist es der fehlende Schrank oder wenigstens ein paar Haken an der Wand. Uns wurden dann zwar ein paar Bügel gebracht, aber wohin damit, wenn es nirgendwo Haken gibt? Das katastrophale Kochgeschirr wurde aber sofort ausgetauscht und damit macht das Essen zubereiten doch noch Spass.
Inzwischen haben wir uns etwas schlau gemacht und wissen jetzt, dass sich 80% der costa-ricanischen Bevölkerung in und um San Jose niedergelassen hat und erklärt vieles. Auch mir meine Sprachlosigkeit über einiges hier. Es ist so ganz anders, wie ich es mir vorgestellt habe und das war eigentlich nichts Übertriebenes, aber so? Nein. Ich bin jetzt nach 16 Tagen noch nicht ein bisschen warm geworden hier und das liegt nicht nur am Wetter, aber auch. Regenzeit: in Kenia hat es in der Regenzeit Nachts geschüttet, aber am nächsten Morgen schien die Sonne als ob nichts gewesen ist; Florida: da hat es am Nachmittag in der Regenzeit mal kurz geschauert, das war es dann, da es aber schön warm war, war man nach so einem Guss auch schnell trocken. Hier weiss man ja schon gar nicht wohin mit den nassen Sachen, geschweige, dass es kaum trocknet.
Nochmal zurück zu dem kleinen Studio. Die Überbevölkerung bringt die Bewohner wohl dazu, die Fantasie spielen zu lassen, Übernachtungsbereiche zu schaffen mit vielen netten Ideen, die aber irgendwie plötzlich aufhören, als ob jemand die Kelle fallengelassen hat und nicht weiter weiss. Bei dem Studio mit bildschönem Schlafzimmer, zwar ohne Schrank oder jeglichem Haken, hing aber ein sehr grosser Bildschirm von der Decke über dem Bett, das kleine, niedliche Badezimmer hatte eine grosse Regendusche, aber es gab keine Handdusche und keine Lüftung, sodass der Blüten weisse, neue Duschvorhang nach ein paar Tagen anfing seine Schönheit zu verlieren. Da es in dem ganzen Studio kein Fenster oder sonstige Lüftung gab, aber einen grossen Gasherd, liessen wir die eigentlich abschliessbare Eingangstür auch Nachts offen. Das Studio ging zwar von einer Garage ab, aber zwischen Garage und unserer Eingangstür war noch eine Miniterrasse (von der kam etwas Frischluft) mit Bretterzaun, der aber nicht abschließbar war.
Von der Garage aus gingen noch einige Studios ab, die aber recht gute Bewertungen hatten und da beschlossen wir unserer Lustlosigkeit noch 4 Wochen Zeit zum abflauen zu geben und hier zu bleiben. Die Vorteile waren: 1. nicht so teuer ( Costa Rica ist verdammt teuer) 2. Der Bus fährt um die Ecke in die Stadt 3. Ein Supermarkt ist gerade noch fußläufig zu erreichen und ich würde sagen, das netteste, beste und auch noch bezahlbare Restaurant ist hier um die Ecke.
Kurzentschlossen buchten wir also recht spät in der Nacht, bevor das weg ist, um am nächsten Morgen doch noch Bedenken zu bekommen, denn es stellte sich raus, dass die Bilder bei "booking.com" recht willkürlich sind. Gerhard suchte dann doch das Office auf und kam an ein sehr nettes junges Mädchen, die sich grosse Mühe gab. Nach einigen hin und her und nicht ganz zufrieden hatten wir uns schon für eines der etwas entfernteren Wohnungen entschlossen, rief sie uns an: eine schöne Wohnung ist gerade storniert worden. Wir liessen unseren gerade im Cafe bestellten Kaffee und Kuchen zurückstellen und machten uns auf und es war in unserem „Haus“, Parterre, 60m², 2 „Terrassen“, 2 Schlafzimmer, ein grosser Wohnraum geteilt mit Küche und viel frische Luft. Sie handelte für uns noch einen sehr guten Preis aus bei ihrem Chef und wir brauchten unsere Sachen nur um die Ecke zu bringen, nichts packen, keine Treppen steigen (mein Knie muckt immer noch, mal mehr, mal weniger) und das neue Kochgeschirr nahmen wir einfach mit, bzw. tauschten es einfach aus.
Heute soll es mal  nicht soviel regnen, also auf mit dem alten Zug nach Cartago, soll auch eine interressante Sightseing Tour sein. Da der letzte Zug morgens schon gegen 8 Uhr fährt, nahmen wir den Bus und den ersten Zug zurück um 16:00 Uhr. ( Um den Bussen die Gelegenheit zu geben an der Verstopfung der Strassen teilzunehmen, fahren die Züge Morgens und Abends nur ungefähr 3 Stunden lang und tagsüber nicht.   ...-G.) Aber weder mit dem Bus nochmit dem Zug war irgendwo eine schöne Landschaft zu sehen. Die Gebäude und Hütten waren alle potthässlich und Landschaft? Der Zug war auch kein Spass, denn es war ein neuer und die Sitzreihen waren seitwärts, so dass man nicht aus dem Fenster sehen konnte und geradeaus durch die gegenüber liegenden auch nicht, da im Mittelgang viele Mitreisende standen.
(Sehr beeindruckend in Cartago ist die Basilika Nuestra Señora de los Ángeles, deren Ursprung auf das Jahr 1635 zurück geht.  Nach einem schweren Erdbeben am 4. Mai 1910 wurde die jetzige Basilika wischen 1912 und 1926 hier erbaut.
Zum 02. August findet eine über die landesgrenzen bekannte Walfahrt statt, bei dem viele Gläubige rund 22 km auf ihren Händen und Knien pilgern.   ...-G.)
Das erstaunliche war nur, als wir zum Bahnsteig kamen wurden wir an der sehr langen Warteschlange vorbeigeleitet zum Anfang. Wir wussten gar nicht, was los war. Weil wir die einzigen Ausländer waren? Wir durften als erste einsteigen, der Schaffner reichte mir sogar die Hand. Ich kam mir vor wie eine Königin. Als wir an der Reihe waren zu bezahlen (Tickets gibt es auch im Bus nicht) gab es einen grösseren Auflauf an dem sich mehrere Personen beteiligten, bis einer kam, der etwas Englisch konnte: Personen über 60 fahren in ganz Costa Rica umsonst in allen Bussen und Bahnen. Der Zugbegleiter wollte nur noch (und das war dann doch noch ein Kompliment) unsere ID sehen. Aber da hatte wohl jemand bei der Ausbildung nicht aufgepasst, denn als wir in den Bus stiegen, unsere ID zeigten, schlug der Fahrer nur die Hände über den Kopf zusammen und stöhnte: Bezahlen. Es ist so wie in manchen anderen Ländern auch, es gilt nur für Einheimische. Aber es gibt auch kaum ältere Menschen in der Öffentlichkeit, darum wusste dass wohl auch keiner im Zug.
Heute sind wir in die Stadt. Wir wollten in die Touristeninfo, um uns beraten zu lassen über unser weiteres Fortgehen hier. Wir haben nach unserem Auszug aus San Jose und unserer neuen Bleibe irgendwo im Wald, noch 14 Tage Zeit, die wir Richtung Norden verbringen wollen. Die winzige  ( kaum zu glauben) Touri- Info zwischen allen möglichen Räumlichkeiten für die Touristen-Polizei (das ist erstmal sehr beruhigend, denn es geht dauern darum, ob was sicher ist oder nicht, man wird schon paranoid) war geschlossen. Niemand wusste warum, uns wurde versichert, dass sie bestimmt am nächsten Tag eigentlich offen ist. Ein hilfreicher Polizist nahm sich dann unserer an und gab uns gute, auch sehr persönliche Tipps, die wir in der Info vielleicht gar nicht bekommen hätten. 
Anschliessend wollten wir es uns gemütlich machen beim Kaffee trinken, (haben uns aber von dem knallbunten Kuchen nicht beeindrucken lassen) aber in der kurzen Zeit kamen mindestens 5 Kinder zum betteln rein. Das war wirklich erschreckend und wirft viele Fragen auf, aber es scheint sonst niemanden zu interessieren.
Wir waren hier an einem Platz (Parque Central de San Jose, mit vielen grünen Papageien), der auch mal etwas ansehnlicher war mit hübscher Anlage in der Mitte, einem schönen riesigen Bau, den wir erst für ein Ministerium hielten, der sich aber als riesige  Kathedrale (Cathedral Metropolitana) entpuppte, die im 19. Jhd. gebaut worden ist, zwischendurch unglaublich aufwendig renoviert  wurde  und  mit dem Teatro Popular gegenüber sehr absticht gegen dem armseligen Rest an Gebäuden und unglaublichen kaputten Bürgersteigen, wie wir sie im Rest der Welt nirgends erlebt haben und das will schon was heissen. Wir sind dann noch ein paar Stunden in der Gegend rum ohne auch nur irgendwelche Lebensmittel, Obst oder Gemüse, zu finden, nur unsagbar fürchterliche Schnulli- und Klamottenläden mit derartig kurvenreichen Schaufensterpuppen, dass man sich wie in einem Rotlichtviertel fühlte, war es aber nicht.
Teatro Popular
Es ist schon ein eigenartiges Gefühl, wenn man dauernd bei einer Touren-Empfehlung darauf aufmerksam gemacht wird, dass diese Gegend oder Tageszeit ungefährlich ist. Inzwischen habe ich mir aber angewöhnt mich genauso zu verhalten, wie woanders auch, sonst wird man ja bekloppt.
18./ 19. Nov.
Es soll 2 Tage nicht regnen und wärmer sein !!! Auf !!! Also Gerhard geht in die Stadt, um endlich ein paar Fotos zu machen und ich erkunde den grossen und oft gepriesenen „Park“ hier in der Nähe.
(Wir hatten unser Apartment sehr dicht am Parque Metropolitano, dem grössten Park in San Jose. Früher gab es einen See im Park, auf dem man Boot fahren konnte. Inzwischen ist er zu einer feuchten Wiese eingetrocknet. Hier befindet sich auch das grosse Stadion von San Jose)
Am meisten interessiert mich das Museum für costa-ricanische Kunst. Als ich durch die verschlungenen Wege anfing die Orientierung zu verlieren, mein Smartphone gerade keinen Map-Empfang hatte, entdeckte ich einen Wegweiser mit detaillierten Angaben, nur stand er auf den Kopf oder auf der falschen Seite des Weges. Zum Glück kam gerade jemand vorbei, und so landete ich doch noch in dem Museum. Und die Ausstellung des Künstlers Francisco Zúñiga  war eine der tollsten, die ich je  e r l e b t  habe.  Der Künstler zeigt uns, dass jedes Lebensalter seinen Reiz hat und sich nicht zu verstecken braucht, wenn es sich mit Würde und Selbstbewußtsein getragen wird.  Ich bin 3x durchgegangen. 
(Das Museum war das ehemalige Flughafengebäude mit Tower, der als internationaler Flughafen 1940 eröffnet wurde.  1958 wurde ein neuer internationaler Flughafen in Betrieb genommen, und dieses Gelände wurde nur noch für lokalen Flugbetrieb bis 1970 genutzt.   Danach entstand das heutige Parkgelände.  Beeindruckend ist auch der ehemalige Diplomatenraum, in dem an den Wänden die Geschichte Costa Ricas dargestellt wird.   ...-G.)
Mit dem Bus fuhren wir in das nahe gelegene Heredia, das auch so toll empfohlen war, aber auch keinen grossen Unterschied zu Cartago oder San Jose aufwies.   (Da am Morgen der letzte Zug gegen 09.00 Uhr fährt und wir einen ziemlichen Weg zum Bahnhof haben, entschieden wir uns für den Bus. Gross, aber nicht so beeindruckend war hier die Basilika Santo Domingo.  Aber von einem alten Festungsturm konnte man gut in die Umgebung gucken.   ...-G.)
Wenn Regen, dann Museum und das Nationale Museum war nicht nur interressant, sondern auch noch sehr nett, denn es empfing uns mit einem wunderschönen Schmetterlings Garten, der uns schwer los lies. Beim durchstöbern der einzelnen Räume in einem alten Fort, entdeckte meine Neugierde einen Weg in einen kleinen wunderschönen und interessanten Garten auf dem Dach. Dort wurde gerade für ein Konzert aufgebaut und so erfuhr ich, dass es heute Abend statt findet. Na wie toll. Wir fanden dann heraus, dass das Konzert im Zuge der weltweiten Nuit Blanche (seid 2002 "weisse Nacht / schlaflose Nacht") statt findet. Wir versuchten, trotz des kälter werdenden Abends die Zeit von 16:30 bis 19:00 mit Kaffeetrinken und etwas später noch was zu Essen, zu vertreiben. Liessen unsere Bedenken auf Grund  unseres ersten heutigen Wagnisses mit sommerlicher Kleidung fallen und hatten einen wunderschönen Abend mit einem tollen Orchester von ca. 30 Musikern, einem wunderbaren Dirigenten, der uns die abendliche Kälte vergessen ließ, bei toller sinfonischen Rockmusik. Selbst Gerhard, der eher skepsisch war, war sehr angetan. Abends, auf dem Weg zur Bushaltestelle bekamen wir auch noch die vielen rumliegenden Obdachlosen  mit. Es war sehr erschreckend.

Jetzt hatten wir noch einen Sonntag Nachmittag eine Ballettaufführung im Nationaltheater. 
Diese war sehr interessant und wir erlebten eine tolle aussergewöhnlische Aufführung, die jeden Rahmen sprengte und den Mitwirkenden unglaubliches abverlangte.
(Das Nationaltheater (erbaut 1891 - 1897) wurde nach Vorgaben aus Costa Rica mit Unterstützung, auch aus Italien, Frankreich, Deutschland und den USA von einem italienischen Ingenieur erbaut. Die Figuren wurden teilweise aus Italien importiert, die Malereien nach costaricanischen Vorgaben von italienischen Künstlern in San Jose erstellt. Die Bestuhlung kam aus New York. Es war auch Weltweit eines der ersten Theater das komplett elektrisch ausgerüstet war. Die gesamte Einrichtung ist seid der Eröffnung im Originalzustand in Betrieb. ...-G.)
San Jose zusammengefasst: es gibt ein paar wenige nette Plätze und interessante Gebäude, aber der Grossteil ist eher deprimierend. Die Bürgersteige sind grossfläschig eine Katastrophe, Die alten Busse sind zwar über Nacht alle gegen neue ausgetauscht worden, aber der Preis ist um 50% gestiegen. Nun sind die Öffentlichen Verkehrsmittel hier so billig wie sonst nirgends auf der Welt wenn man nur einen Bus benutzt, aber ich denke, für viele Einheimische ist das schon ein Problem, man merkt es auch, die Busse sind  tagsüber jetzt viel leerer. Man zahlt in jedem Bus beim Fahrer  (in Bar oder mit Kreditkarte automatisch an einem kleinen kontaktlosen Lesegerät!!). Fahrscheine gibt es nicht und bei jedem Umstieg muss neu bezahlt werden.
Überhaupt findet der Personenverkehr ausschliesslich mit Bussen jeder Bauart statt. Ja, wenn man den Zugverkehr lahm legt! Die Busse verstopfen die Strassen und quälen sich mühsam durch. Es gibt viele verschiedene Busgesellschaften die alle möglichen Strecken bedienen und deren unterschiedlichen Abfahrtsstellen in der ganzen Stadt verstreut sind. Hierher haben es auch die ausgedienten US-amerikanischen Schulbusse geschafft. ...-G.)
Zwischen San Jose und Heredia gibt es ein neues Shopping Center, dass nur aus grossen Kaufhäusern und Restaurants besteht, ansonsten boomt jede Art von wegwerf  Schnulli, ganze Strassenzüge weit.  
An Hand von Gerhards Fotos wollte ich mir mal die Strassenzüge ansehen, die mich so in Staunen versetzten, dass es so etwas hier gibt.
Nur war es mir nicht vergönnt, da ein derartiger Sturm- Regen einsetzte, der alle Leute in die Flucht schlug. Ich schaffte es gerade noch ins Cafe des Nationaltheaters und bekam dort wirklich einen hervorragenden Krokantkuchen. Bisher war ich der Meinung: vergiss es, hier kann niemand backen. Wir hatten es in 3 oder 4 Bäckereien / Cafes probiert. Der Kuchen lockte dann auch Gerhard seine Fototour abzubrechen.  (Und vor allem hat mir der heftige Regen den Spass auf anderes verregnet.)  Das Gebäck wird prinzipiel warm gemacht und im besseren Cafe kommt dann eine ordentliche Portion Eis (statt Sahne) obendrauf. Leider wird man nicht gefragt und beide Tage war es eigendlich  zu kalt für Eis. Hinzu kommt, dass in den Cafes und Retaurants immer alle Fenster und Türen offen bleiben.. Aber hier war sogar das Eis lecker im Gegensatz zu gestern, da war beides ein Reinfall (auch der Preis). Dann hatten wir noch das Glück, dass die nächste Besichtigungstour des Nationaltheaters in Englisch war und es war toll, wie ihr auch auf den Fotos sehen konntet. Eine Violistin gab gerade noch ihr Bachelor-Konzert in den hinteren Räumen und das war besonders schön.

Ich hatte noch ein schönes Erlebnis: als ich mal wieder aus den Bus ausstieg, was immer nicht einfach ist, die Busse haben einen hohen Ausstieg und man muss, wenn man zu den etwas kleineren Spezies gehört, schnell überlegen wohin man springt: auf den kaputten Bürgersteig, den abgebröckelten Strassenrand oder passt der Fuss noch zwischen Bus und Strassenrand, denn in guter Possition hält der Bus fast nie. Aber ein junger Mann, der auf seinen Einstieg wartete, reichte mir sofort galant die Hand. Da war ich doch platt, aber das passiert eben nur, wenn man alleine Unterwegs ist (hahaha).
Wir machten dann noch eine Tour über das grosse Unigelände mit, geführt von einem Studenten, der uns die noch übriggebliebenen Bäume des einstigen Urwaldes erklärte, die Vögel mit einem starken Fernrohr entdecken liess und was dann doch noch recht interessant war, 3 Faultiere entdecken und eines mit einem Baby am Bauch.
Am wichtigsten sind die Menschen, die eine Stadt leben lassen.
Jetzt bereiten wir uns  uns gerade auf unsere weitere Reise vor.  Ja, plötzlich tun wir das. Ein Grund sind natürlich die grossen Preisspannen der Hotels und die Hochsaison. Die Apartments sind meistens privat, sauberer und oft preiswerter.  Aber es ist schon sehr unterschiedlich zu unseren spontanen Reisen, was eigentlich schöner ist, dieses aus dem  Moment zu entscheiden und die Überraschungen zu meistern, die ja auch immer irgendwie zu meistern sind. Dann fühlt man sich super. Aber jetzt, wo man vorher auf alles drauf aufmerksam gemacht wird und dann immer die Bemerkung: da ist es sicher. Alles ist sowieso hier schwer vergittert, nicht nur eingezäunt. Aber das: gleich werden wir überfallen, hinter jeden Pfeiler steckt jemand, steckt wohl in den Genen drin. Vergeltung, der noch übriggebliebenen Indigenous. Dabei haben die Spanier im Namen Gottes, der katholischen Kirche und des spanischen Königs, wie in ganz Mittelamerika, ihr Unwesen getrieben und das zu Tausenden. Man weiss es ja und doch treibt es einem immer wieder die Tränen in  die Augen, wenn man in ein Historisches Museum geht. Und nicht zu vergessen, der Rest der Europäer, die ihr Unwesen in Amerika und Afrika trieben und die Menschen bis zur Armutsgrenze ausbeuteten.

Wir werden uns nun nach 5 Wochen San Jose erstmal Richtung Nordwesten aufmachen. Mal sehen, was uns da erwartet.
....und da hier an jeder Ecke ein geschmückter Weihnachtsbaum steht und es Unmengen von Weihnachtsdekorationen gibt - 
auch von uns eine schöne Vorweihnachtszeit !!

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Die eingefügten Reiserouten wurden mit Google-Maps erstellt.

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