CENTRAL – VIETNAM

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Central-Vietnam

Grüne Linie: mit dem Zug             Blaue Linie:  mit dem Bus

DA NANG

Montezumas Rache hat sich noch nicht ganz verzogen und die Weiterfahrt rückt näher, EM wäre gut in grossen Mengen, aber wir haben nicht genug mit, wir finden noch alte Kohletabletten und dann fällt mir wieder Wodka mit Salz ein, alles durch und einander probiert und dann half eines oder alles doch noch. Haben uns auch inzwischen doch für die 10stündige Nachtfahrt von Na Trang nach Da Nang entschieden.

Da der letzte Zug so leer war, dass wir ja das Schlafwagenabteil für uns alleine hatten. machten wir uns nicht verrückt und bestellten den Zug am Tag vorher. Erste Klasse, 4er Betten. Die Bestätigung liess auf sich warten, 3x am nächsten Tag angefragt und  2 ½ Stunden vor Abfahrt des Zuges: bekamen wir dann die Mitteilung, dass unsere Bestellung gecancelt ist, ohne Begründung. Hotel hatten wir ja schon Morgends ausgescheckt. Wir nahmen dann unsere Rucksäcke und fuhren sofort zum Bahnhof. Dort kamen wir an eine sehr nette Angestellte, die uns mitteilte, nur 2ter Klasse mit 6 Betten seien noch 2 Schlafplätze frei, jeweils in der Mitte des 3-Betten Stocks. Man stelle sich die Höhe vor, in der Mitte und jeweils in einem anderen Abteil. So, das war es jetzt. Also doch Sitzplätze, aber da gibt es nur eine Klasse. Wir befürchteten schon Holzbänke. Und dann kam die grosse Überraschung: ein recht neues Abteil mit weich gepolsterten Liegesitzen, deren Verstellmechanismus auch noch funktionierte, alles super sauber und noch ein ganzes Stück billiger. Da zeigte es sich mal wieder: es sollte so sein. Der Zug fuhr pünktlich um 23 Uhr 39 (!) ab und war nach 10 Stunden pünktlich in Da Nang womit wir gar nicht gerechnet hatten und so mussten wir 2 Stunden warten um ins Ap. zu kommen.

Der Zug kommt aus Saigon und hat schon rund 1000km hinter sich und mehr als 12 Stunden Fahrt.  Trotzdem war er auf die Minute pünktlich und auch bei unserer späteren Weiterfahrt bis nach Hanoi (gesamt ca. 1700km) hatten wir nur 3 Minuten Verspätung.  Das ist wirklich beeindruckend und nach unseren Erfahrungen im Heimatland kann es nicht mit rechten Dingen zugehen 😉   …-G.)

Wir fanden aber zum Glück ein nettes kleines Etwas, wo wir bei reizenden jungen Leuten mit viel Lachen unser hervorragendes Frühstück zusammen bastelten.

Nachmittags haben wir uns ein bisschen die Umgebung angesehen. Die Bahnfahrten haben den Nachteil, dass man immer nur von einer Grossstadt in die andere fährt, auf eigenen Trassen. Wir sind etwas von der Innenstadt entfernt. Dieser Teil hier wird auf einer Seite von einem Breiten Fluss und auf der anderen Seite vom Meer begrenzt.

Wir sind in 5 Min. am Meer und können dort bis Abends spät weite SpaziergängeStrand machen oder auch was trinken.  Der Fluss wird von 4 Brücken mit dem Rest der Stadt verbunden. Eine Brücke, die Drachenbrücke wird von einem Riesendrachen geschmückt, der Abends Wasser und Feuer sprühen soll, wie uns ein Reisender aus USA mitteilte.

Wir waren dann doch zu müde, ausserdem fing es an zu giessen und so brachte uns Grab ins Hotel. Grab klappt hier so hervorragend, wie sonst nirgends.

Wir sind in einem dieser ganz schmalen Häuser gelandet, die mich schon lange interessiert haben, da es für mich unvorstellbar war, wie man darin wohnen kann.

Die Häuser haben immer zwei sehr hübsche Fassaden, eine vorne und eine hinten, das mittlere, sehr lange Teil ist einfach nur glatt und schmucklos oder oft auch zwischen andere Häuser gequetscht. Und jetzt endlich wurde mir mein Wunsch erfüllt zu erfahren, wie man darin Wohnen kann. Und wie man kann.

2/3 nimmt der Eingang ein mit Lobby, Sitzgelegenheit und Fahrstuhl. In jeder Etage sind jeweils 2 Apartments.  Wir haben mal wieder das Glück im vorletzten, dem 6ten Stock zu logieren. Ein Ap. 30 qm , Schlafzimmer, Wohnzimmer, Küchenzeile, Bad mit richtiger Dusche und kleiner Raum mit WASCHMASCHINE. Dann kommt der Flur mit Fahrstuhl, dann das andere Ap. 3 Nächte haben wir hier gebucht.

Marble Mountains

Heute sind wir erst mal zu den sehr berühmten Marble Mountains gefahren.

Sie bestehen aus 5 Karsts, sogenannte zerklüftete Felsnasen, darüber sind 5 grosse Tempelanlagen verteilt, die Jahrhundert alte Schreine von Hindus und Buddhisten bewahrt haben. So viele Treppen hinauf und hinunter sind wir schon lange nicht mehr gelaufen, obwohl wir zu Beginn wenigstens schon mal mit einem Fahrstuhl hinauf konnten.  Die ganze Anlage auf dem Berg besteht aus einem Labyrinth von einer grossen Anzahl Höhlen und Grotten in denen die heiligen Figuren hineingebracht oder in den Fels gehauen sind.

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Leider kann man die immense Grösse der Anlagen in diesem Ausmass gar nicht wiedergeben. Aber es war gewaltig.

Nang-10Und wen treffen wir da? Den Amerikaner mit einem Schweizer Pärchen. Jetzt erfuhren wir auch, dass er alleine unterwegs ist, seine Frau muss noch arbeiten, und er sich immer für einige Zeit mit anderen Menschen, die auch unterwegs sind zusammen tut und da er ein sehr symphatischer Mensch ist hat er es auch recht leicht. Wir begegneten ihnen noch ein paarmal.

Morgen hoffen wir früh aus dem Bett zu kommen und einen Ausflug nach Ausserhalb zu machen. Wir vermuten, dass der Welt längste Seilbahn nicht in Betrieb ist, Wetter mässig, Regen und Wind.

SUN WORLD

Die 30 km dorthin waren gut zu bewältigen auf dieser neuen Strasse. Doch wir hatten Glück, die Seilbahn war Betriebsbereit, der Regen leider auch.  Nur wussten wir überhaupt nicht so recht was uns erwartet, jedenfalls nicht, dass es auf 1500 Meter geht und – was haben wir gefroren.  

SUN WORLD ist eine vietnamesische Investorengroup, die mehrere Funparks in Vietnam betreibt. Die Gebäude auf dem Berg wurden von der französischen Kolonialregierung im Jahre 1919 gebaut und als Vergnügungsort eröffnet.  Dort waren viele Restaurants, Villen und Sportanlagen.  Das Resort wird von der Sun Group wieder in dem alten Stil weiter betrieben.  Auch die alten französischen Namen und Wegweiser sind erhalten.  Im März 2013 wurde die längste Non-Stop Cable car der Welt mit einer Länge von 5800m in Betrieb genommen.  Seid 2021 ist dort die sechste von dem Österreich/Schweizer Unternehmen Doppelmayr gebaute Cable car in Betrieb.  Vor allem waren wir auf die Golden Bridge gespannt, die ja wirklich ein spektakuläres Bauwerk ist.

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Und so hätte sie dann eigentlich aussehen sollen – wenn man nicht einen eisigen, nebligen und regnerischen Tag wählt.

golden bridge da nang
Golden Bridge Da Nang         Picture: Central Vietnam Guide 129 Nguyen Phan Vinh, Hoi An, Quang Nam, Vietnam

Und leider war auch absolut nichts von dem French Village zu sehen …-G.)

French village                                               Picture:   Official information site  Sun World,  Ba Na Hills, Vietnam

Aber wir waren nicht die Einzigen. Schlotternd sind wir nach 3 Stunden wieder zum wartenden Auto zurückgekehrt. Aber die Seilbahn war schon ein Erlebnis, in dieser Höhe über den Dschungel- gut, dass ich meine Höhenangst schon vor Jahren überwunden habe und so den anderen Mitreisenden Tips geben konnte, die nur bleich und Luft anhaltend mit geschlossenen Augen auf den Absturz warteten. Also, zugegeben, tief Luft holen musste auch ich diesmal ab und zu.  (   ..und das mit dem Luft holen hat sich auch grundsätzlich sehr bewährt…   …-G. )

Bus nach Hoi An

Wir fanden dann einen Bus nach Hoi An, der die Fahrgäste vom Hotel abholen sollte. Das ist natürlich super und wir griffen gleich zu. Dann hiess es, nein doch nicht, wir sollen doch bitte zu einem Hotel kommen ein paar Strassen weiter. Kein Problem, wir haben ja nicht viel Gepäck. Mit der schriftlichen Bestätigung kam dann eine Adresse in der Stadt, wo wir doch 30 Min. vorher sein sollen. Wir suchten also verzweifelt das Büro, wo sonst eigentlich die Busse abfahren. Ein paar Leute halfen- umsonst. Bis einer es schaffte uns klar zu machen, dass dieser Bus hier von diesem grossen Parkplatz abfährt und meistens vorne, wenn Platz ist. Der Parkplatz war voller Autos, Bussen und Vans, die teilweise hintereinander standen. Na, das kann ja heiter werden. Einer wusste dann auch, dass dieser Bus vom Flughafen kommt, also nicht hier erst eingesetzt wird. Na, dann müssen wenigstens erst noch Gäste aussteigen. Gerhard blieb beim Gepäck stehen und ich platzierte mich am Anfang des Parkplatzes um alle Vans unter die Lupe zu nehmen. Die erste Reihe Parkplätze wurde auch schnell zu meiner Erleichterung frei, denn dort soll dieser Bus meistens parken, wie uns gesagt wurde von Männern, die ihre Zeit wohl damit verbringen sich einen Stuhl zu besorgen und das Treiben auf diesem Parkplatz zu beobachten. Aber Pustekuchen, in null Komma nichts war dieser Parkplatz wieder voll, aber es gelang mir tatsächlich den Van zu entdecken, als er um die Ecke kam, er war der einzige, der an der Seite einen Schriftzug hatte mit dem Ort. Ich musste ihm dann hinterher rennen, um zu sehen, wo er einen Parkplatz findet. Es gab dort weder Lautsprecher noch irgendwelche Parkeinweiser, noch Zeichen. Na, jedenfalls ist er mit uns an Bord losgefahren.

Also geht es ein paar km zurück mit dem Bus nach Hoi An, ein Weltkulturerbe, für 2 Nächte. U.a. wollten wir auch ein altes Kulturerbe der Cham besuchen, das älteste überhaupt existierende bis die Amerikaner kamen und alles mal wieder nieder bombten. Erst als ein Wissenschaftler Nixon bat damit doch aufzuhören, stoppte er die Truppen. Doch inzwischen war fast alles schon im Eimer und es sind wohl nur noch Steinhaufen übrig. Der Ort soll aber wohl noch eine gewisse Ausstrahlung haben, lt. „Lonely Planet“. Na mal sehen was wir machen.

Nach einer Stunde waren wir dann in Hoi An, d.h. in einem Vor- Vorort. Uns wurde dann auch mitgeteilt, dass das ausserhalb der Grenze ist, in der der Bus die Hotels anfährt und liess uns an einer Kreuzung zwischen Reisfeldern raus. Mein erster Gedanke, da ist wohl was schief gelaufen bei der Buchung, dass es etwas ausserhalb ist, wussten wir ja, aber so weit……

Tapfer stiefelte Gerhard gleich los, ich hinterher. Was blieb mir auch anderes übrig und wir hatten ja nicht viel Gepäck, dafür war die Hitze um so grösser. Langsam kamen mehrere Häuser ins Blickfeld und wir landeten in einem sehr netten HomeStay einer jungen Familie.

Das hochgelobte HomeStay, das wir hier gebucht haben ist zwar etwas von der Altstadt entfernt, aber Fahrräder sind inklusive und so muss Gerhard mal wieder dran glauben.  ( …und auch noch vorausfahren…. )  Setzten uns auch gleich auf`s Fahrrad und radelten am Fluss entlang, zwischen Reisfeldern und Wasserkokospalmen. Es war herrlich, endlich mal wieder richtig zu radeln und in einer halben Stunde waren wir in der Altstadt. Abends zurück mit Taschenlampe, funktionierte auch besser wie gedacht.

Basketboat

Am nächsten Morgen beim Frühstück kamen wir mit einem Lehrerpaar ins Gespräch, die gerade 3 Jahre in Korea unterrichtet hatten und uns mit ihrer Begeisterung ins überlegen brachten. Sie reisen durch die Welt auf diese Weise.

Mit dem Fahrrad ging es dann zu einer Bootstour mit dem Basketboat, war schon interessant wie man das zum geradeaus schippern kriegt.  Zur Zeit der französischen Kolonialherrschaft wurde für alles mögliche Steuer für die Vietnamesen erhoben.  Dabei auch für die Fischerboote, so dass die armen Fischer eine Menge Steuern bezahlen mussten. Sie flochten dann grosse runde Körbe, die sie als Fischerboote verwendeten und entkamen so der Steuer.

Und weil es so schön war machten wir uns gleich wieder mit dem Fahrrad auf in die Stadt.    

Hoi An war ein Handelsplatz mit kleinem Hafen und zwischen dem 15. und 19. Jahrhundert mit seiner Bedeutung vor allem für die japanischen und chinesischen Siedler.  Hinzu kam der indigene und später auch der europäische Einfluss.   Die Stadt wurde 1985 als Special National Cultural Heritage Site in die UNESCO aufgenommen.  Besonders sehenswert sind die gut erhaltenen Holzhäuser in der Altstadt mit der alten japanischen Brücke als Besonderheit.   …-G.)

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Gerhard ging alleine und ungestört Bilder schiessen – und ich angucken, in einem kleinen Museum, Precious Heritage Gallery Museum, dass von einem Franzosen eingerichtet worden ist, der sich vor 12 Jahren in Vietnam verliebt hat und seit dem die Indigenen Bewohner in unwegsamen Gebieten am entdecken ist, 50 verschiedene Stämme hat er schon gefunden. Réhan ist wohl ein weltbekannter Fotograf inzwischen und seine sehr einfühlsamen Fotos werden für bis zu 30 000 $ gekauft. Ein ganz aussergewöhnlicher und interessanter Mann, der hauptsächlich von alten Menschen fasziniert ist, deren Gesichter das ganze Leben widerspiegeln.

Rehan                 The Precious Heritage Museum and Art Gallery                     Picture:   Cathleen Göritz

Dann bin ich gleich in noch einer Fotoausstellung gelandet, dachte ich. Sah auch so aus. Rechts und links am Eingang sassen 4 junge Mädchen, die beim näheren hinsehen am Sticken waren. Eine Hand unter dem Tisch und eine, die oben die Nadel führte mit hauchdünnen Garn, dass in feinen Abstufungen vor ihnen lag. Ab und zu griffen sie nach einem kleinen Foto, um dann weiter zu sticken. Das Ganze lief fast bewegungslos ab. Die „Fotos“ der Ausstellung waren anders, wie die des Museums, aber auch fantastisch. Langsam wurde ich doch neugieriger, was sie denn sticken und sie gaben mir zu verstehen, dass sie diese fantastischen Fotos sticken die dort hängen.

Einige? Nein alle. Aber doch nicht das grosse Bild hier mit dem golden im Abendlicht leicht bewegtem Wasser und dem Boot darauf? Doch. Ich kriegte mich nicht mehr ein, selbst bei ganz nahem und intensiven hinschauen konnte man kaum etwas davon sehen. Ein paar Männer waren genauso begeistert. Ich erfuhr, dass ein Bild im Schnitt 2 Monate braucht ( ich vermutete 6 ) und nur $ 1000 kostet, wenn man dann bedenkt, wie hoch manche Gemälde oder Fotos verkauft werden. Sehr schade war, dass man die Bilder nicht fotografieren durfte. Für mich vollkommen unverständlich, wie sollen die sonst bekannt werden? Die Mädchen konnten leider kein Englisch und sonst war niemand dort, der mir hätte Auskunft geben können. Heimlich machte ich dann doch schnell ein Foto unter Protest.Sticken

Gesticktes Bild

Hoi An ist ansonsten voll von Klamotten, Krimskram und Strassenläden, so dass man kaum durchkommt und man wird nicht nur ständig angequatscht, der Weg wird blockiert und wenn man nichts kauft wird noch hinterher geschimpft und manchmal war es mir fast zu viel noch freundlich zu bleiben. Es gibt auch schöne Sachen, aber stehen bleiben ist unmöglich, denn stehen bleiben und nichts kaufen, dann wird es böse. Schade ist auch, dass man dadurch von den alten Gebäuden, die das Historische Kulturerbe ausmachen, nicht viel sieht.

Um 6 Uhr trafen wir uns; es wurde schon dunkel und unterwegs landeten wir am Fluss, etwas abseits von allem Trubel, in einem kleinen Restaurant und kamen mit Cathi, einer netten jungen Lehrerin ins Gespräch, die 1 Jahr durch die Welt reist, die schon auf den Phlipinen war und gerade aus Indien kommt wo sie einige Zeit Yoga praktiziert hat und jetzt auf den Weg nach Indonesien ist, um in einer Tauchschule zu Volontieren.Treffen Durch sie erfuhren wir nun endlich, dass es doch im Norden von Vietnam einen Übergang nach Laos für Ausländer geben soll, was sie von einem französischen Paar erfahren hat.

Später lesen wir in ihrem Blog:  „Besonderes Highlight ist meine Begegnung mit Petra und Gerhard im Restaurant. Unverhofft ergibt sich ein unterhaltsamer und faszinierender Abend . Die beiden nutzen ihre Rente und sind seit FÜNF Jahren am Reisen! So inspirierend und der Beweis, das Reisen jung hält!!“  Ist das nicht Nett?

Zug nach Hue

Wir wollten eigentlich von Hoi An mit dem Bus über den Pass nach Hue, erfuhren dann aber noch rechtzeitig, dass alles wieder über Da Nang geht und dass die Aussicht mit dem Zug bedeutend schöner ist an der Küste entlang auf halber Berghöhe, wie mit dem Bus, der am entscheidendem Punkt durch einen Tunnel fährt.

Den Zug buchen nahm wieder viel Zeit in Anspruch, den wir wollten, war ausgebucht, 2 Stunden früher waren aber noch 2 Sitze frei.

Unsere nette Vermieterin besorgte uns eine Autofahrt direkt zum Bahnhof von Da Nang, dort buchten wir auch gleich die lange Bahnfahrt nach Hanoi, die wir ursprünglich in 2 Etappen machen wollten. Auch die Bootstour in Halong haben wir schon fest gemacht. Man lernt doch noch dazu.

Die Zugfahrt war mal wieder atemberaubend, wir hatten leider keinen Platz auf der rechten Seite bekommen, da wir aber die letzten Plätze links hatten, konnten wir aufstehen ohne andere zu stören.

  Das einzige Handycap waren leider die schmutzigen Scheiben, die mir die Sicht und die Bilder etwas vermiesten.  Aber trotz allem war es eine tolle Fahrt, nicht nur die Steilküste entlang, auch in Armlänge an Häusern und Wäscheleinen vorbei.  …-G.)

Alte Kaiserstadt  Hue

Kaiserstadt ( – aber kein Kaiserwetter!! )

Ja, Hue, wie war Hue? Kalt, kalt, kalt. Nun sind wir so an die Wärme gewöhnt, dass wir schon bei 24°frieren und je weiter wir nach Norden kommen, je frischer wird es. Wir dachten, fangen wir im Süden an, dann wird es langsam auch im Norden wärmer und die Regenzeit ist vorbei, aber nicht so, die Regenzeit legt nochmal ordentlich was drauf bevor sie endlich, hoffentlich, abtritt. Aber nichts, heute giesst es in strömen und kalt ist es auch noch. Ein langärmeliges Shirt hab ich dabei und zieh es abwechselnd mal drunter und mal drüber und eine dünne Jacke, Gerhard weigert sich beharrlich sein einziges langärmeliges Hemd anzuziehen.

Citadelle-7Also, die alte Kaiserstadt bei grauen und regnerischem Wetter, die Gemäuer noch grauer, wie sonst und der eigentliche Kaiserpalast verhüllt, weil gerade renoviert und saniert wird mit Geldern der UNESCO und EU.  ( Nachdem sie schon in Saigon Notre Dam hinter Planen versteckt hatten, wurden  keine Kosten und Mühen gespart den Kaiserpalast auch zu verhüllen.  Grrrr….   …-G. )  Aber was wir sehen konnten, und zwischen bibbern und schlottern aufnehmen konnten,war doch auch interessant, aber an einem Tag eigentlich auch kaum zu bewältigen. Diese Riesenanlage mit Gemächern für die ganze königliche Familie, dem riesigen Hofstaat, den Konkubinen, den Eunuchen und den Klamotten, die wir leider nur auf Bildern ansehen konnten.

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An einer kleinen Aufführung mit Gesang und alten Instrumenten durften wir uns aber doch noch erfreuen.

Bevor wir das Gelände verliessen entdeckten wir dann doch noch etwas versteckt mit königlichem Ambiente, ein Cafe und konnten uns, zwar im Freien, noch an einem heissen Kaffee erwärmen.

Kuchen hatten wir zum Glück in der Tasche, denn im Cafe gibt es hier überall eben nur Kaffee ( der Name Cafe wird einfach zu eng ausgelegt.   …-G.) und wir sind gerade dabei, überall die letzten kleinen Panettone aufzukaufen, die scheinbar von Weihnachten noch übrig geblieben sind und wir und die Verkäufer sind glücklich.

Am nächsten Tag, der unserer Abreise, schien natürlich wieder die Sonne , so das es noch einige Bilder gibt.

  Am beeindruckensten sind die Brückenpfeiler im Fluss, offenbar mal für eine neue Brücke gedacht, nur hat man wohl zu spät gemerkt das es auf beiden Seiten Häuser gibt.  Und scheinbar gesagt – dann eben nicht!  Aber es sind ja nicht die einzigen Pfeiler oder Brücken die irgendwo im nirgends stehen.

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Die eingefügten Reiserouten wurden mit Google-Maps erstellt.

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2 Kommentare zu „CENTRAL – VIETNAM

  1. Vietnam macht einen positiven Eindruck, wenn das mit der Realität übereinstimmt, wäre das optimal. Meine Nageldesignerin kommt aus Vietnam, sie spricht wenig über ihr Land, freut sich, bei uns Geld verdienen zu können. Wohin geht die Reise nach Vietnam ? Weiterhin alles Gute, vor allem eine stabile Gesundheit, liebe Grüße Doris

  2. Euer „neues Zuhause“ – die schöne Welt, ist echt beeindruckend. Viel Spaß und Gesundheit auf den weiteren Wegen….. Herzliche Grüße aus dem Hause Ingrid & Jörg aus dem auch schönen Mühlheim:-)

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