LYON

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Dann ging es endlich los. Der erste Abschnitt Frankfurt bis Basel. Wir waren auf alles Vorbereitet, aber der Zug war Pünktlich, neu, sauber und komfortabel. Auch der Anschlusszug war ähnlich. Es war wohl doch alles zu schön, saubere neue Züge, fast pünktlich, bequem, viel Platz und alles wunderbar entspannend und das mit dem Gepäck haben wir auch gut in den Griff bekommen.

Jetzt ging es weiter nach Lyon und dann……. das schlimmste Zugerlebnis der letzten 6 Jahre, eigentlich meines Lebens und das ist schon lang. Der Museumszug in Thailand war ja wenigstens noch orginell, aber das…..war fast unbeschreiblich und für mich heisst das schon was !! Nachdem wir also über Rucksäcke, Koffer, Fahrräder die dazwischen lagen, gestiegen sind, unser Gepäck noch oben drauf feuerten, unseren (zum Glück) gebuchten Platz irgendwie erreicht hatten in diesem völlig überfüllten, alten und schmutzigen Zug und den Platz von dem ganzen Gepäck, was da drauf lag, befreit hatten, konnten wir wenigsten in unsere Sitzplätze fallen.

Offenbar hat man bei der Konstruktion der Waggons ein wenig vergessen das viele Menschen mit Gepäck verreisen und dafür nicht so viel vorgesehen.  Aber so ein Chefkonstrukteur nutzt ja sicher vor allem das gestellte Auto.  Ganz abzuraten ist, in der Ferienzeit und dann noch während einer Olympiade (das Glück hat man wenigstens nur alle 4 Jahre) mit dem Zug zu reisen.  Wir hatten uns für die komplette Katastrophe entschieden!   …-G).

In Lyon hatten wir 3 Nächte gebucht. Wir hatten die Wahl: nahe am Bahnhof, teuer, hässlich und winzig oder weiter weg mit Uber, was wir auch taten und nach einigem Hin und Her, wie öfter bei Uber, kamen wir dann doch zusammen und landeten in einer interessanten Unterkunft.

Als erstes allerdings: die zu sehr in Anspruch genommene Seite meiner Zähne gab den Geist auf und eine kleine Brücke landete extrem schnell sofort im Abfluss. Es war nicht einfach, aber wir konnten ja nicht aufgeben und irgendwann wurden wir ihrer habhaft und da die andere Seite wieder o.k. ist, geht es mit Vorsicht und Zahnkleber erst mal weiter.

Der Bus in die Innenstadt war gleich um die Ecke so konnten wir das atemberaubende Lyon erkunden. Der überaus nette Busfahrer opferte tatsächlich seine Pause, um uns vieles zu erklären und so kamen wir auch an ein sehr preiswertes Tagesticket welches genau 24 Std. gültig ist ( was ich immer in Berlin vermisste ) und für jedes Verkehrsmittel in der Stadt gültig ist, sogar für die steile Bergbahn zu einer der 2 interessantesten „Gotteshäuser“ in Lyon.  Gerhard entdeckt gerade sein Interesse an Kirchen und Ähnlichem, angefangen hat es ja beim Würzburger Dom.

Mit dem Bau der Kathedrale wurde 1165 begonnen und 1481 fertig gestellt. Hier soll schon vorher eine Kirche gestanden haben, Gebäudereste wurden aus dem 6.Jh. gefunden.

Faszinierend die imposanten Kirchenfenster und die kunstvollen Tapisserie Stickereien mit den Ausmaßen von 4 bis 5,50 m.

Die Kirche beherbergt eine der ältesten Astronomischen Uhren Europas, die erstmals in Dokumenten 1383 erwähnt wurde. 

Pictures  DRAC Auvergne-Rhône-Alpes

Das andere Gotteshaus, eine Basilika, überragt sehr eindrucksvoll mit 4 Türmen die Stadt und gehört wie die ganze Altstadt zum Unesco Weltkulturerbe.

Sie ist zwar nicht ganz so alt, aber unglaublich imposant mit ihrer Innenauskleidung. Sie ist sehr eindrucksvoll ganzflächig mit Mustern und grossen Gemälden dekoriert. Das Besondere und faszinierende ist, dass diese „Gemälde“ Mosaikarbeiten sind aus kleinen, 1x1cm grossen Steinen. Man kann es kaum glauben und steht sprachlos davor.

Diese Innendekoration hat fast 100 Jahre gebraucht bis zu Fertigstellung im Jahre 1964. Der äußere Bau der Basilika dauerte von 1872 bis 1896

Lyon strahlt eine grosse Ruhe aus, keine Hektik, keine rasenden, ungeduldigen Autofahrer, eine sehr ungewöhnliche, sympatische Atmosphäre. Das Ungewöhnliche ist, auch, dass in der Altstadt, sowie in der Neustadt, die Fussgängerwege breiter wie die Strassen sind. D.h. Die Autos haben keine Möglichkeit zum überholen, so bleiben sie gemütlich und die Fussgänger kommen überall durch.  So einfach kann Verkehrsberuhigung sein !!!!

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Die eingefügten Reiserouten wurden mit Google-Maps erstellt.

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