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Coffs Harbour 24. August ’18
Das Motorhome haben wir endlich in Empfang nehmen können, Chat hat sich total übernommen –

und es zog sich von einen Tag auf den anderen. 2x haben wir noch die Unterkunft verlängern müssen und es war zum Glück frei. Ich glaube die ganze Belegschaft war sehr erleichtert als das Ding endlich wieder Fahrbereit war.
Jetzt sind wir endlich auf den Weg in die (hoffentlich) wärmeren Gefilde. Gerhard fährt und das sehr gut, bewundernswert mit dem Riesending – und ich mache mir so meine Gedanken.
Touristen erkennt man sofort am Motorhome, Aussies fahren mit 4W´s und Van im schlepp, die zwar oft unglaubliche Ausmasse erreichen, aber bedeutend niedriger sind und dadurch nicht so wuchtig wirken. Also Aussis fahren Van, Assis fahren Motorhome, unangepasst sitzen sie stolz in ihren „Laster“.
Heute habe ich geschnallt warum Gehard unbedingt ein grosses WM haben wollte. Er
muss als kleiner Junge schon davon geträumt haben Lastwagenfahrer zu werden. Er sitzt so stolz hinter dem Steuer und bei (vorsichtigen) Bemerkungen meinerseits kommt so in etwa: Lastwagen schaffen das auch, machen das auch…aber es läuft gut. – Er hat als kleiner Junge vom Lokomotivführer geträumt – und weiss nun warum… -G.

Im Moment sind wir noch am Einkaufen, nur wird es schwieriger, da die Einkaufzentren rarer werden. Wir suchen noch passende Behälter für die Schränke, damit die Sachen nicht durch die Gegend purzeln. Mal finden wir einen passenden da, mal dort. Jeder Millimeter muss ja ausgenutzt werden.
Ja und dann kommt noch das Putzen. Man übernimmt was Gebrauchtes und es sieht auf den ersten Blick ganz ordentlich aus und wenn man es hat sieht man erst den Grossputz, den man veranstalten muss. Also ein kleiner Staubsauger für den neuen Teppich in der FahrerKabine war uns als erstes immer klar. Also gekauft. Und erst dann stellten wir fest, dass der Teppich nicht mehr drin ist, haben die wohl vergessen, als sie vorne nach der Renovierung sauber gemacht haben. Nur waren wir jetzt schon Kilometer weiter und es wird schwierig werden was passendes zu finden. Aber ist mal was anderes: einen Teppich für den Staubsauger zu finden.
Und dann, man glaubt es nicht, es gibt einfach keine Aufwischtücher, alle Geräte die es weltweit gibt, aber keinen normalen, einfachen Aufwischlappen. Nur ist die Fläche zu klein und hat auch zu viele Ecken für einen Superwischer – und wohin auch damit…. Inzwischen habe ich ca. 13 kleine Putztücher, da in den Grosspackungen sahen sie manchmal einfach nach Grosslappen aus. Also werde ich in einen Secondhandladen gehen und ein T-Shirt für $2 zum putzen kaufen. So das sind nun die Erlebnisse, wenn man auf Abenteuer aus ist ……

…da ist das Meer….
Byron Bay 03. September ’18
Auf dem Weg nach Brisbane sind wir hier kurzerhand in Byron Bay gelandet, der Treffpunkt der Backpacker. Man fühlt sich in die 60er Jahre versetzt. Früher waren das die Hippies, die allerdings gegen den Vietnam-Krieg und für Frieden demonstrierten, heute vielleicht, wenn auch nicht bewusst die Erinnerung daran wecken, nein kann auch nicht sein dazu ist es wohl auch wieder zu unbekannt also doch nur zum eigenen Spass, aber das ist ja auch etwas. Die Suizidrate
bei Jugendlichen in Australien ist wohl sehr hoch. Es gibt eine Organisation die gefährdeten Jugendlichen hilft und mit Secondhandläden Geld verdient.
Der Wagen ist vor allen Dingen, was wir gar nicht erwartet haben, angenehm warm und wir konnten das erste Mal ohne Wärmflaschen ins Bett gehen.
Es ist unwahrscheinlich wo diese ganzen Klamotten herkommen. Nur 60er Jahre Look in den Geschäften. Die Kneipen sind schon Morgends voll, in jeder Ecke Musik und
irgendwo am Strand spielt auch immer jemand und bei Sonnenuntergang ist der Strand voll. Dabei ist auch hier der Alkoholkonsum recht reglementiert. Nicht so stark wie in Dubai, wo es sogar in nur ganz, ganz wenigen Hotels Alkohol gibt, in Geschäften und Restaurants gar nicht, Wasser gibt es überall – umsonst, oft stehen die Krüge und Glaser zum sebstholen schon da. Ich finde das sehr angenehm, so wird man nicht gleich überfallen ohne das man weiss, was man überhaupt essen will.
Als Besonderheit gibt es in Byron Bay einen Zug der – leider nur eine kurze Fahrtstrecke – mit Solar betrieben wird. Auf dem Dach sind die Module etwas zu erkennen. -G.
Alkohol wird nur in den Bottleshops verkauft, hier steht sogar Schild im Schaufenster, wo aufgezählt ist, wo man überall keinen Alkohol trinken darf, am Strand u.a. nirgends. Neulich kamen wir in einen Ort, da stand am Eingang zur Innenstadt, dass der Bürgermeister verordnet hat, dass die ganze Innenstadt Alkoholfrei ist. Dabei ist der Alkohol so teuer hier, dass ich dachte, man müsste nur jeden Alkoholiker hierher schicken. Mehr als doppelt so teuer wie bei uns.
Nach zwei durchgossenen Tagen in Coffs Harbour, durchgeregneten Dach und nur einer Pfanne (das ist geblieben) zum Wasser auffangen ( Wir waren bestimmt in 10 Geschäften um einen 5l Eimer zu bekommen, wir brauchen keinen 12l Eimer. Juhu, wir haben jetzt einen. ) hatten wir einige wunderschöne Tage.
In Byron Bay entdeckten wir einen platten Reifen – zum Glück hat das Auto Zwillingsräder. Die erste Servicewerkstatt brauchte etwas zu lange, bei der zweiten innerhalb von 2 Tagen alles erledigt.
Bis es jetzt mit dem heissersehnten Regen für die Farmer weitergeht. Hier ist schon der Notstand für die Farmer ausgerufen worden und es wird überall für sie gesammelt und so wollen wir uns nicht beschweren. Die Decke ist auch dicht, Dank Gerhard.
Das Dach ist dicht und hält den unglaublichen Regengüssen stand. Jetzt tropft es in einen Schrank durch den ein Kabel von der Solaranlage führt. So hat Gerhard immer etwas zu tun und muss sein Leben nicht gleich allzu radikal ändern. GGRRRRRR…… -G.
Hier noch einige Nachträge von Petra:
Heute sind wir zum Leuchtturm. Nicht sehr erfreut nahm Gerhard sein Fahrrad. Heute habe ich einfach darauf bestanden, halber Weg Fahrrad, halber Weg gewandert, wenn es bergauf geht.
Aber hallo, der „Wanderweg“ sah so schön kurz aus, d i e Steigungen kann man gar
nicht einzeichnen. Es ging so steil bergauf, dann war man oben, wunderte sich wo der Leuchtturm geblieben ist, sieht ihn auf der Spitze des nächsten Berges, muss den g a n z e n Weg wieder runter, ich hab gedacht mich trifft der Schlag! Und dann das Ganze nochmal, nur viel höher, ich hätt` die Stufen zählen sollen. Was habe ich die Leute beneidet, die mit Kindern gingen, ja, die konnten extrem langsam gehen, denen blieb die Luft nicht weg. Man kann so oft gar nicht die Aussicht geniessen, wie man das Bedürfnis hätte. Also muss unsereiner flott drauflos laufen, zumindest versuchen. Und dann die „Frechheit“: oben angekommen strecken doch 2 Frauen die Daumen in die Höhe: grossartig. Mein Gott, wie alt seh ich denn aus ???? Zum Schluss war selbst Gerhard heilfroh, dass die Räder auf halben Weg auf uns warteten.
Ach, Sonntag war hier ein bunter Markt, bunt, bunt, bunt – Essen, Trinken und an jeder Ecke Musik. Der Markt findet 2x im Monat statt. Viel Ethnoklamotten, Sechzigerjahre Sachen. An einem Second Hand Stand habe ich mir dann auch ein paar
Schlapperklamotten gekauft damit ich nicht zu sehr aus dem Rahmen falle, aber seitdem giesst und regnet es abwechselnd.
Dann konnte ich mich nicht beherrschen eine Steige Erdbeeren zu kaufen, weil die zum Schluss so billig waren. Mir war ja gar nicht bewusst wie viel Erdbeeren in so eine Steige passen.
Heute haben wir eine leckere Bierprobe in einer kleinen Brauerei gemacht, leider konnten wir nicht allzuviel probieren, da wir zu hungrig waren und im Gegensatz zu unser vorherigen, die ca. 10 verschiedene Biere braute, keine Restauration dabei hatte. Auf dem Rückweg sind wir noch in einen Sintflut ähnlichen Regenguss gekommen, dem wir nicht ausweichen konnten, da wir auf den letzten Zug mussten der schon um 17 Uhr fuhr. Wie wir aussahen brauche ich wohl nicht zu beschreiben……
Nachdem es seit Sonntag Morgends, Mittags und Abends nur noch Erdbeeren gibt, mit Yoghurt – ohne Yoghurt, über Haferbrei, mit Vanillesosse ( die es hier wie Milch überall in grossen Mengen gibt, kalt als Sosse, warm gemacht wird es Pudding ) . Der Versuch einen Erdbeerkuchen in der Pfanne zu machen ging leider schief, so ist Griessbrei mit Erdbeeren doch mal was anderes.
Am Donnerstag den 06.09. soll es weiter nach Brisbane gehen…….
BRISBANE 06. September ’18 
In Brisbane blieben wir dann 5 Tage und machten ausgiebige Bootsfahrten auf dem Brisbane River.
In Australien sind die öffentlichen Verkehrsmittel sehr bequem, super sauber und
preiswert. Darin enthalten sind für 2 Std. Bus, Bahn, Fähre, die den River innerhalb der Stadt mit Vororten hoch und runter fährt. Eine 2. kostenlose Fähre fährt innerhalb der Stadt. Ausserdem hatten wir noch einige Sachen zu besorgen.
Eine quirlige Stadt am Brisbane River, super moderne Hochhäuser bilden mit den alten
Bauten eine gute Verbindung. Man bedenke, die Bauten sind teils vor und um die Jahrhundertwende entstanden und werden in einem tollen Zustand erhalten.
Eine mächtige Einkaufstrasse, einfacherweise wird die gesamte Strasse als Shopping-Mall geführt. So hat Petra auch ausgiebig Ihren Interessen nachgehen können – ich habe dafür mehr von der Stadt gesehen. Als Highlight soll nicht vergessen werden unsere 60m Riesenrad Tour zu erwähnen.
Petra sieht es inzwischen auch als pures Vergnügen an, so dass der Kick dadurch weg ist. Sie sitzt richtig ordentlich auf der Kabinenbank und erfreut sich an der Aussicht. Das dies mal gehen wird….
Interessant ist auch, das es verschiedene grosszügige aussergewöhnlich Brücken, nur für Fussgänger und Radfahrer gibt. Die eiserne „Story bridge“ ist Brisbanes Antwort auf die Brücke in Sydney.
Aber die Australier mögen wohl auch sich und die Mitmenschen. Ein derartig hervorragendes Verkehrssystem habe ich noch nie irgendwo gesehen. Zur Rush-hour derartig viele Busse und Linien. Die Innenstadt ist Untertunnelt – nicht für die U-Bahn – für die Busse, um die Innenstadt nicht zu verstopfen. Nur einzelne Linien verkehren oberirdisch. Dazu kommt die City-Fähre die beide Stadthälften verbindet und an mehreren Stellen anlegt – und völlig kostenlos ist. Dann die Fähren die den Fluss entlang die Vororte auch einbindet, zum normalen Preis mit der Ticket-card (ähnlich in Lissabon und Spanien) für alle Verkehrsmittel benutzt werden kann. Als drittes ein Zug system das die Vororte in einem sehr grossen Umkreis einbindet. Auffallend ist, das die Fahrgäste beim Aussteigen ein lautes „Thank you“ dem Fahrer zurufen. Sicher weil er sie schnell, sicher und meist pünktlich zu ihrer Ausstiegsort gebracht hat. Der Fahrer dankt es mit Geduld grosser Hilfsbereitschaft und auch mit Verständnis wenn es mit dem Fahrpreis auf der Ticket-card nicht ganz gereicht hat. Leider wohl ein Modell was in Deutschland keine Zukunft hätte. -G.
Whale watching 13. September ’18
Über Mooloolaba und Maroochydore (die Namen gefallen mir zu gut) sind wir in Noosa Heads gelandet. Mit Unterbrechung in einem der nettesten RV Parks. Klein, gemütlich, großzügig mit Bäumen dazwischen und sehr sauber, die Inhaberin sah man den ganzen Tag in bester Laune die Sanitären Anlagen auf Hochglanz bringen.
Langsam wurde es auch etwas wärmer und wir beschlossen bevor wir Richtung Westen ins Outback und in die Wärme abbiegen, doch noch nach Hervey Bay zu fahren und Gerhards grossen Wunsch zu erfüllen und nach Walen Ausschau zu halten.
Wir sind dort in einem charming vintage RV Park gelandet. Die meisten Caravan waren schon eingewachsen, voll von Hängekörben mit Blumen und Beeten drumherum. Nur leider waren die Sanitären Anlagen nur vintage ohne charm.
Laster
Ein paar Zeilen für Interessierte zu unserem „Laster“ – mit den 4 Rädern. Fährt sich recht leicht, nur manchmal etwas laut – der Automatik geschuldet. Der Verbrauch liegt so zwischen 12 und 14 Liter.
Bei einem Dieselpreis von rund 1,55 Dollar (Kurs zur Zeit 1:1,6) liegt der Liter also bei ca 1 Euro. Mit einer Tankfüllung erreicht man gut 700 km. So kommt man immer noch ohne Schweisstropfen auf der Stirn zur nächsten Tankstelle.
An das Links gewöhnt man sich – etwas widerwillig. Aber so richtig inhaliert haben das wohl auch die Australier nicht unbedingt. Na, was die Engländer hinterlassen….. -G.
Nun geht`s ab ins Outback….


