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An der Rezeption des Hotels in Perth ist auch nichts abgegeben worden und nachdem ich $ 100 für die Angestellten ausgelobt habe wollen sie die Überwachungskamera in Augenschein nehmen. Haben aber bislang noch nichts gehört.
Die liebe Karin ist sichtlich bemüht irgendetwas in Erfahrung zu bringen. Vielleicht geschieht doch noch ein Wunder.
Es geschah keines !
Bangkok
So, jetzt sind wir also in Thailand. 4 Tage Bangkok. Das Hotel ist super, direkt an der Metro und dem alten Chinesenviertel. Das Frühstück ist hervorragend. Die Lobby und der Frühstücksraum sind im 12. Stock, unser Zimmer ist im 6. Um das Hotel zu verlassen, müssen wir in den 12. fahren, dann umsteigen und um die Ecke mit dem Fahrstuhl dann wieder runter, aber man gewöhnt sich schnell daran, obwohl ich das bis zum Schluss immer noch lustig fand.
Das Chinesenviertel ist wohl der Ursprung von Bangkok. Die Thailändische Kultur setzte sich aus chinesischen und indischen Einfluss zusammen, entwickelte später aber auch eigene Tendenzen. Hier liegen auch die wichtigsten, ältesten, grössten und schönsten Tempel. Aber wenn man von einen Tempel in den anderen gefallen ist, langt es auch erst mal.
Zuerst in den WAT POH – Tempel gefallen – mit einem kräftigen Gong abgeschlossen…
…..und dann zum WAR ARUN. Beide zum Glück nur durch den Fluss getrennt und für uns leicht mit der Metro zu erreichen.
Auch hier zum Abschluss mit dem Glöckner von Bangkok. ….G.)
Heute sind wir doch tatsächlich auf einen Gutmenschen reingefallen. Und wir dachten, wir sind zu clever. Aber er war so nett, so charmant, nur für Fremde da, angestellt von der Stadt und eigentlich schon auf dem Heimweg, aber er kann uns auch billig ein Tuk Tuk besorgen, denn die Fremden werden ja nur abgezockt. Wir landeten statt auf den Markt in einem Seidengeschäft, in die Koffer bekommen wir eh nichts mehr rein. Wir liessen uns auch gleich wieder zurück fahren und dem Tuk Tuk Fahrer haben wir dann etwas mehr gegeben, denn der kann ja nichts dafür und er hätte bestimmt auch noch was abbekommen, wenn wir was gekauft hätten, wir nahmen es als Sightseeing Tour und so konnten wir es sogar geniessen.
Wir besuchten dann das Chinesenviertel mit grossen Märkten und Tempeln, sehr weitläufig und mit vielen ärmlichen Ecken.
Das Streetfood, gleich um die Ecke, war so unglaublich lecker, und immer die Reiseleiterin in Afrika noch im Ohr : sie müssen das Streetfood unbedingt probieren, denken sie daran, es ist gut durchgekocht. Und ich muss sagen, in Australien habe ich mir ja 2x was geholt (Gordons Hell Kitchen! ) und hier noch nicht 1x.
Hua Hin
Nach 4 Tagen machten wir uns dann auf nach Hua Hin, der Sommerresidenz des Königs. Der Palast ist nur leider abgeschirmt und ausser der Mauer ist nicht viel zu sehen.
Dafür zeigen wir Euch unsere Residenz – das Grand Hotel. Schönes Zimmer, ein richtig grosser Pool und tollen Überblick vom 11. Stock. Aber auch nach einem ausgiebigen Schauer mit einem Swimmingpool für Autos. Das Hotel hier hatten wir erst mal für 14 Tage gebucht. Es könnte recht angenehm sein, wenn nicht ein paar Schritte weiter ein kleiner Nachtmarkt wäre mit irre lauter Musik und als Techno angesagt war von 18 Uhr bis 1 Uhr und meinen Kopf in fast tausend Stücke gerissen hat, war es doch zuviel. 8 Tage müssen wir hier noch aushalten und dann siedeln wir noch 9 Tage um. Es tut mir zwar um den schönen grossen Pool leid, aber wenn man den ganzen Tag unterwegs ist, ist es doch nervig mit der Disco.
Nach den ersten 2 Wochen tauschten wir dann gegen das VISA Hotel, direkt neben an, aber der Lärm wurde durch die dazwischen liegende Clinic abgeschirmt. ….na, zuviel Ruhe tut auch nicht gut.
Wir trafen uns auch bald mit einem Ehepaar, das wir vor 6 Jahren hier kennengelernt hatten und sie fuhren mit uns zu dem einzigen Weingut, dass in Thailand existiert, mit Restaurant und Blick über die Weinberge. Das erstaunliche war, dass wir den Tag vorher zu einem Tempel fahren wollten, der einem Mönch gewidmet ist, der sehr verehrt wird. Wir wollten eine Buslinie ausprobieren, deren Endpunkt dort ist, was einfach nicht klappte, da uns keiner sagen konnte oder wollte, wo der Bus los fährt am Bahnhof. Wir suchten so lange bis wir keine Lust mehr hatten. Plötzlich machten unsere Bekannten einen Umweg um uns das zu zeigen ohne das wir was erwähnten.
Aber auch der vorherige Tag war nicht verloren, denn so konnten wir mal in Thailand den Friseuren über die Schulter schauen am Bahnhof.
Mein Single Mann fliegt am 9. Juni nach Berlin, wie ich gerade erfahren habe als ich mit ihm darüber sprechen wollte, wie wir die Zeit am besten einteilen: Zahnarzt, was ich am besten in der Zeit mache, stellt sich raus, dass mein Single Mann die Tickets schon längst hat. Vor ein paar Tagen sagte er noch auf Nachfrage, dass er keine 4 Wochen bleibt. Nein, nur 2 Tage weniger! Am 22. Juni hätten wir zur Weiterbehandlung kommen können, jetzt verschiebt es sich um 20 Tage. So schön ist Hua Hin nun auch nicht.
Auf dem Hotelsuche-Weg haben wir ein Strand „Lokal“ entdeckt und um den Kreislauf anzukurbeln genehmigen wir uns jetzt öfter einen tollen Cocktail für 100 Baht. Nein, es ist schon fast peinlich das in Euro umzurechnen, tut aber gut nach 4 Jahren Australien und New Zealand.
Waschmaschinen, nagelneu, in einer Hütte kurz davor, haben wir auch gefunden, 20 BHT (54 Cent) für 8 Kilo. Na, da macht doch selbst das Wäschewaschen Spass, und da wir jetzt einen Balkon haben ist das Trocknen auch kein Problem.
Aber schon ist mir nach der ersten Enttäuschung (oder wie soll man sagen ) und Überlegung, statt hier sinnlos rum zu hängen oder alleine durch Thailand zu reisen, was aber auch nur mit Rucksack Sinn macht, kam mir dann die Idee ins Lotuswell zu gehen für 4 Wochen. Da kommt man mit vielen Menschen in Kontakt, kann mir wieder gelebte Leben anhören, das Paradies geniessen, jeden Morgen Wassergymnastik, Essen geniessen und ein Hotelgefährt fährt jede Stunde in die Stadt ( immerhin 40 Min.) Vor 6 Jahren verbrachten wir dort 5 Wochen, um es evtl. als Altersruhesitz in Erwägung zu ziehen. Aber wie es mit Paradiesen so auf sich hat, es wird nach einer Weile langweilig, die Leute haben keine Aufgabe und so wird nur noch rumgemeckert.
Aber die Zeit dort habe ich genossen, diesen grandiosen Swimmingpool, das tolle Fitnessstudio, jeden Tag viele außergewöhnliche Früchte und das Resort eigene Fahrzeug. Die interessanten Lebensgeschichten, die ich mir anhören durfte, es würde ein eigenes Buch ergeben. In der Nähe habe ich meinen besten frisch gebratenen Fisch gekauft, vollgestopft mit Thai-Kräutern, noch eine Tütte Salat mit noch mehr Kräutern, eine Tüte gekochte Nudeln (die Nudeln werden alle gekocht verkauft, auch in Supermärkten) und eine wunderbare Kräutersosse. Der Fisch war so gross, dass ich 3 Tage daran gegessen habe, am 3.Tag als Nudelsalat. Jeden Tag steht der nette Mann da ab 18 Uhr und grillt diese wunderbaren Fische. Leider kommt man von der Innenstadt aus kaum dort hin.
Nach 4 Wochen holte mich Gerhard ab und wir gingen für 5 Tage wieder ins Visa, wo Gerhard 4 Wochen seine Koffer lassen durfte während seiner Berlin-Reise.
Danach hatten wir ein Studio mit Kitchenette erstmal für 2 Wochen gemietet im La Habanna. Ein ausgefallenes Anwesen mit tollem Pool und Fitnesscenter. Wir wollten auch mal wieder das Frühstück selbst machen und nach den sehr Fleischlastigen Essen mal wieder mehr Gemüse zu nehmen. In den 4 grossen Hängeschränken fanden wir denn auch einsam 2 Tassen und 2 Teller ! Zum Glück haben wir noch unseren Picknickrucksack mit 2 Tellern, 2 Gläsern, Schneidebrett und einigem Besteck. Allerdings war erstaunlicher Weise ganz gutes Kochgeschirr vorhanden—-nur kein Tisch und keine Stühle!!!! Es war ein Joke. Ein Polsterstuhl stand im Zimmer. Nachdem es aussichtslos schien, einen 2. Stuhl zu bekommen. Legten wir ein Kissen auf den Nachtisch und hatten so einen Hocker, den riesen Fernseher buxierten wir irgendwo hin und so konnten wir, schmal aber besser wie nichts, unsere Teller abstellen.
Aber die Anlage mit dem wunderschönen Pool machte fast alles wett. Und wir liegen direkt an der Strasse zwischen 2 Grossen Märkten: der eine etwas vornehmer, mit Essen, Trinken und viel Kunsthandwerk, sehr schönen Sachen und natürlich Klamotten. Aber was sehr schön ist. vieles machen die Thailänderinen selbst und in Handarbeit und sehr ausgefallene Sachen und es gibt sie doch noch, Baumwolle und Leinen. Am Eingang ist eine Musikgruppe mit Thai-Instrumenten, endlich mal und am Ende des Marktes singt eine Thai-Sängerin mit Band, auch sehr ansprechend. Der Tamerinde-Markt ist gegenüber, meistens sehr voll mit vielen Essensständen. Es wird Gebrutzelt, gekocht. gegrillt, geräuchert. Die Pizza will ich lieber vergessen. Aber der gemauerte Ofen hat es in sich. Da es hier billiger ist zu essen wie selbst zu kochen, ist es oft sehr voll. Wir haben uns mit einem Franzosen und einer reizenden Thailänderin angefreundet im La Habana
und treffen uns jetzt hier ab und zu.
Affenberg
Heute sind wir endlich zum Affenberg gelaufen, wunderbar 30 Min. am Strand entlang.
Die Affen geniessen ein Bad im Meer
Der erste Zusammenstoss mit einem der Affen kam als Gerhard mir sein Eis zum Halten gab und plötzlich eine Hand mir von hinten das Eis vorsichtig aus der Hand nahm, erst dachte ich Gerhard ist es, aber der Affe sass schon auf dem nächsten Fels und schleckte das Eis sehr ordentlich. Dann kamen die 128 Stufen den Berg hoch.. War ganz schön anstrengend, man ist ja nichts mehr gewohnt. Und es war irre heiß. Oben angekommen, grosses Schild: Bitte die Tempel zu Respektieren, Knie und Schultern bedeckt halten. An die Schultern hatte ich ja noch gedacht, aber ausgerechnet hatte ich heute die kürzesten Shorts an, denn es war heute immens heiß und schwül. Was machen? Nochmal hierher? Nicht vorstellbar! Also die Hosen runter lassen, ein Stück.
Von dort sahen wir dann etwas enttäuscht, dass das gar nicht der höchste Punkt ist. Da wir zeitig dran waren liefen wir ein bisschen rum und waren ehe wir uns versahen, waren wir auf dem Weg zum nächsten Berg. Erst nochmal die paar Stufen zu einem Tempel. Sollen wir wirklich den anderen Sausen lassen??? Nein, es wurde erstaunlicher Weise immer leichter. Ha, schaffen wir doch! Also nochmal 156 Stufen rauf. Und oben angekommen durfte ich dann einer Unmenge Glocken Töne entlocken. Na, das war doch der Weg wert gewesen.
Kurioser Weise versammeln sich ab 17 Uhr alle Affen der Umgebung hier oben zur Nachtruhe. Hier gibt es auch einige Marktstände und die Affen ergreifen alles, was irgendwie Essbar ist und mit grossem Geschrei entwenden sie es sich gegenseitig. Da kam ein junges Mädchen auf einem Motorroller um etwas Essbares den Anwohnern zu Spenden und ausgerechnet Poppcorn, warum auch immer. Vielleicht aß sie es selbst besonders gerne. Und eh sie sich versah rissen es ihr die Affen aus den Armen, Es war ein gekreische, die Affen verfolgten sich über sämtliche Dächer, das Popcorn flog durch die Luft und obwohl vieles verstreut auf der Strasse lag, war zum Schluss alles blitzblank sauber.
Jetzt war auch die richtige Zeit in dem kleinen Familienunternehmen auf dem Rückweg, mit Blick auf`s Meer das hervorragendes Essen einzunehmen, das in der winzigsten Küche zubereitet wird, die man sich vorstellen kann.
Da die Flut schon alles bis an die Mauern der Hotelresorts überspült hatte gingen wir die Strasse
zurück, die Bürgersteige sind ein Erlebnis, nachdem ich 2x die Erde geküsst habe, taste ich mich jetzt vorsichtig vorwärts, was im Dunkeln besonders zu empfehlen ist, aber eigentlich interessanter ist, wie mit dem Minibus, von dem man nie weiss, wann er kommt. Ja, der Bayernkönig sollte mal lieber mehr Geld in Thailand lassen. Man darf bei Strafe nichts Abfälliges oder Kritisches über den König sagen, der auch religiöses Oberhaupt ist und so unangeifbar. Er begegnet einem auch Ständig, überlebensgross, reich geschmückt, teilweise auch mit einem Altar davor ( oder er hinter dem Altar?).
Zum Glück war das La Habanna ausgebucht und wir entdeckten ein kleines versteckt liegendes Anwesen, klingelten und ja, sie vermieten und es ist nächste Woche was frei. Also gebucht bis zum 8 Aug, am 9, ist mein Visum abgelaufen und am 1.8. bekomme ich die die Schrauben und ein Provisorium. Jetzt ging es los, was machen? Mein letztes Visa ist nur 4 Wochen verlängert worden, keiner weiss warum. Gerhards Visa geht bis zum 5. Er kann aber seines kostenlos um 4 Wochen verlängern lassen, meines hat ein Haufen Geld gekostet. Nach einigen Überlegungen haben wir uns für Kambodscha entschieden. Einen tollen Rucksack(!) für Gerhard (!) besorgt, meiner genügt, da wir ja kein Zelt oder Schlafsack brauchen, nein, soweit geht es dann doch nicht. Es ist aber nicht möglich neuere Informationen, ausser zu COVID zubekommen. Nach vielen Recherchieren, Notizen, Reiseberichten und Visarecherchen, bekamen wir den Tip Malaysia. Und das war es, kein Visa wenn man geboostert ist, wir können mit dem Zug bis zur Grenze Fahren, uns dort eine Übernachtung suchen und am nächsten Tag weiterfahren.
Sind jetzt in dem idyllischem kleinen Anwesen „ Big Apple“ mit einer netten Chefin. Eine schöne Unterkunft, die wir uns diesmal vorher angesehen haben. Den ganzen ersten Stock, Wohnzimmer, Küche, Bad, Flur, und grossem Balkon und diesmal einen grossen Wäscheständer, dafür aber keine Waschmaschine. Man kann eben doch nicht alles haben. Morgen sind wir 2 Wochen hier und fühlen uns sehr wohl.
Ja, und da wir es nicht übertreiben wollen und Petra ihre Schrauben „gesetzt“ bekommen hat, machen wir uns am Sonntag den 7. August mit dem Zug auf nach Malaysia.
Demnächst näheres.






















